Suchmaschinenoptimierung und Content-Strategie - Content Strategy Rocks Staffel 2 Episode 02
Shownotes
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Steffi:
[0:00] Willkommen zu einer neuen Folge von Content Strategy Rocks. Ich bin Steffi, eure Podcast-Hosterin und SEO-optimierte Content-Enthusiastin mit einer gesunden Skepsis gegenüber Buzzwords und Hypes. Heute habe ich einen Gast dabei, der das perfekte Bindeglied zwischen SEO und Content-Strategie ist. Benjamin O'Daniel. Benjamin ist nicht nur SEO-Experte, sondern auch Podcast-Host, Berater und jemand, der lieber nachhaltige Strategien entwickelt, als dem nächsten Algorithmus-Update panisch hinterherzurennen. Zusammen mit seinem Kollegen Fabian Jeckert hilft der Unternehmen dabei, SEO und Content-Strategie sinnvoll zu verzahnen. Denn, wie er so schön sagt, SEO und Content sind wie Brot und Butter. Das gehört einfach zusammen. In dieser Folge sprechen wir über die sich wandelnde Beziehung zwischen SEO und Content-Strategie, über KI und warum Copycat-Content langfristig keine gute Idee ist. Wir diskutieren, was wirklich eine solide SEO-Strategie ausmacht, welche Fehler Unternehmen oft machen und warum ein Trichter als Metapher für den Sales-Funnel eigentlich voll egal Quatsch ist. Wenn ihr wissen wollt, wie SEO und Content-Strategie so zusammenführt, dass es nicht nur rankt, sondern auch langfristig funktioniert, dann bleibt dran. Content-Strategie rocks!
Steffi:
[1:15] Wie hat sich die Beziehung zwischen SEO und Content-Strategie in den letzten Jahren entwickelt und welchen Einfluss hat das auf die Art und Weise, wie Unternehmen ihre Inhalte erstellen? Mal so aus der SEO-Brille gesprochen.
Benjamin:
[1:26] Ja, also ich finde, es gibt ja eigentlich so zwei Welten, die SEOs und die Content-Marketer. Und die SEOs haben ja jetzt auch nicht so gerade den besten Ruf. Ja, also werden ja oft auch als Spammer wahrgenommen. Und es gibt ja auch eine ganze Reihe von echt auch namhaften Content-Marketern, die gerne auch mal so über SEO abledern und sozusagen diese Gegensätze herausarbeiten. Ich kann aber nicht so viel anfangen. Für mich ist SEO und Content, das ist wie Brot und Butter. So, ja, das passt einfach zusammen und wenn jemand was bei Google sucht, jede Suchanfrage ist ein Mensch, der dahinter steht und der einfach gerne was wissen möchte. Und jede URL, die bei Google rankt, da ist ein Stück Content hinter. Also es geht gar nicht anders. Man muss zusammenarbeiten. Und was ich halt sehr spannend finde, ist, dass diese verschiedenen Disziplinen auch in den letzten Jahren, ist mein persönlicher Eindruck, auch immer mehr so zusammengerückt sind und auch immer mehr das Verständnis dafür gewachsen ist, sowohl SEO-seitig als auch von den Content-Marketern. Glaubt auch tatsächlich aus,
Steffi:
[2:31] Dass Content-Marketer, Content-Strategien sich auch jetzt mal mehr Gedanken langsam machen müssen, wenn man jetzt in den letzten Jahren auch beobachtet hat, wie Google da jetzt so die ersten Experimente mit so von wegen KI in die Suche zu integrieren und so weiter, da waren die Aufschreie ja auch gleich wieder groß. Bis du und Fabian dann auch, glaube ich, in Tests auch mal festgestellt hattest, naja, so schlimm ist das jetzt noch nicht.
Steffi:
[2:56] Wie siehst du das Ganze denn? Wie wird dann diese Beziehung dann durch KI dann irgendwann mal beeinflusst werden, wenn es dann doch irgendwann mal fester Bestandteil in den Suchmaschinen ist? Wie siehst du das?
Benjamin:
[3:06] Ja, also das ist natürlich ein Monsterthema. Da muss man ja echt sagen, dass auch, kann auch nochmal so rückblickend sagen, als so Chachipiti rausgekommen ist, das war ein heftiger Schlag, sage ich mal. Ja, also haben Fabian und ich sehr viel diskutiert. Wir diskutieren ja sowieso immer so viel, weil wir ja jede Woche eine Podcast-Folge machen, eine eigene Academy haben und uns die ganze Zeit immer fragen, wie entwickelt sich SEO weiter, wie entwickelt sich das ganze Content-Spiel weiter.
Benjamin:
[3:30] Und es sind ja auch viele SEOs steil gegangen und haben gesagt, wie können wir mit ChatGPT kostenlos Content produzieren und können damit dann ins Ranking einsteigen. Es hat ja auch eine Zeit lang funktioniert. Dann hat Google ganz hart gegengesteuert und all das haben wir auch schon quasi mit dem Anfang von ChatGPT alles immer diskutiert in unserem Podcast. Es hat sehr viele Facetten und was den Aspekt angeht, waren wir zum Beispiel mal sehr zurückhaltend. Wir haben immer gesagt, wenn du jetzt eins zu eins mit einem KI-Tool Content produzierst und das einfach auf deine Seite klemmst, bist du komplett austauschbar. Das ist 100% Copycat-Content. Das sieht jeder User, jede Userin sofort und Google wird es auch merken.
Benjamin:
[4:14] Und dann gibt es andere Aspekte, wie dass Google eben diesen First-Hand-Experience viel stärkeren Punkt darauf legt, wo steckt die Expertise dahinter. Das sind dann Themen, wo wir sagen, ja, das geht auch damit einher, dass Unternehmen, wie kannst du dich auch als Unternehmen unterscheiden? Wie kannst du deine eigenen USPs herausarbeiten? Ob das jetzt eine große Company ist oder ein mittelständisches Unternehmen oder auch Solo-Selbstständige. Das betrifft ja am Ende alle. Und da sind wir wieder dabei. Und so geht man sozusagen durch diese Trends so durch, reflektiert die, schaut, was haben wir für eine Haltung dazu und was nehmen wir auf oder was nehmen wir auch mal nicht auf. Weil ganz viel ist halt schließlich auch Hype. Es ist einfach so. Und man muss da, finde ich, immer so als Expertin, als Experte so seinen Weg finden, weil wir ja auch seriös beraten wollen und auch Dinge beraten wollen, die jetzt nicht vielleicht ein halbes Jahr einen taktischen Vorteil bringen. Und danach muss man aber alles wieder wegräumen. Das ist halt nie unser Ansatz, sondern wenn, dann wollen wir was machen, was wirklich Bestand hat. Und das ist jetzt gerade in dieser Zeit echt eine ganz schöne Herausforderung.
Steffi:
[5:24] Ein Hinweis für die Zuhörerinnen, Link zum Podcast und zur Academy natürlich dann auch in den Shownotes. Das bringt mich aber auch dann gleich irgendwie zur nächsten Frage.
Steffi:
[5:34] Ich glaube, das passt auch ganz gut zu dem, was du jetzt auch gerade so erzählt hast. Dann gibt es dann bestimmte Branchen oder Arten von Inhalten, bei denen du feststellst, dass SEO besonders herausfordernd ist und wie begegnet ihr jetzt zum Beispiel euren Herausforderungen in eurem Bereich jetzt?
Benjamin:
[5:51] Ja, also erstmal so generell gesprochen finde ich, dass der Wettbewerb einfach wirklich zugenommen hat. Nicht nur im SEO, sondern generell im Content-Marketing, aber auch was die ganzen Paid-Kanäle, das geht eigentlich durch alle Online-Marketing-Kanäle, dass da die ganze Branche einfach unglaublich gewachsen ist und sich professionalisiert hat. Und es ist eher so, dass die Probleme unterschiedlich sind je nach Branche. Also wenn du jetzt ein großer Online-Shop bist und du hast hunderttausende URLs im Index, dann geht es halt sehr stark um technische Optimierung. Wenn du jetzt ein Softwareunternehmen bist und du hast vielleicht nur 300 URLs und 100 Blogartikel und dann 50 Klossarartikel oder so, du bist ja schon groß, dann geht es eher um manuelle Optimierung, händische Dinge, wie kannst du deinen USB stärker herausarbeiten, wie können der Content besser konvertieren. Also die Unterschiede sind so, finde ich, je nach Branche immer sehr unterschiedlich. Und wir haben ja mit unserer kleinen Webseite auch immer so ein bisschen, dass die, ja wie soll man sagen, schon auch den Anspruch, dass wir auch ranken wollen und auch immer wieder testen wollen, was funktioniert. Ich selber erstelle aber auch viele Inhalte, wo ich schon vorher weiß, dazu werden wir nie im Leben ranken. Das ist aber so ein super wichtiger Artikel. Wenn wir eine Case Study machen oder eine Branchenanalyse machen, dann weiß ich, dass das viel gelesen wird und mache das und denke mir, ja, dann ranken wir dazu nicht. Dafür habt ihr Experzise gezeigt,
Steffi:
[7:20] Was ja eigentlich durchaus auch sinnvoll sein kann. Ja. Welche Rolle spielen denn Nutzerintentionen und Zielgruppenanalysen bei eurer Contentplanung eine Rolle und wie integriert ihr das Ganze dann in eure gesamte SEO-Strategie?
Benjamin:
[7:34] Ja, das sind jetzt zwei Punkte. Also einmal Nutzerintentionen und einmal Zielgruppen. Und in SEO ist es ja oft so, wenn du eine Keyword-Recherche machst, dann findest du in den Keywords auch oft Branchen. Ja, also dass dann jemand für Steuerberater, für Ärzte, für Studenten, da gibt es ganz viele Beispiele dafür und wir haben ja auch in verschiedenen Cases, wir haben zum Beispiel mal die Sparkasse analysiert, die dann ein ganzes Hub angelegt hat, Girokonto für und dann Selbstständige oder für Studenten und so weiter. Da gibt es wirklich so klassische Branchenstrategien und wenn du die siehst, dann machst du daraus natürlich auch eine SEO-Strategie. Und es gibt aber auch sehr viele Keywords, da stecken alle möglichen Leute hinter. Dann musst du gucken, wie du in deinem Content selbst deine Zielgruppe ansprichst, dass du halt die richtigen Beispiele aussuchst und dann mit den Beispielen mehr arbeitest. Und dann qualifizierst du sozusagen deine Besucher, die über Google kommen, darüber, dass du dann eben zeigst, diese Branche habe ich wirklich im Blick.
Benjamin:
[8:43] Jetzt ist es bei uns so, wir haben ja eigentlich gar keine Branche im Blick. Also wir haben Publisher als Kunden, wir haben Shops als Kunden, wir haben B2B-Unternehmen, wir haben Software-Unternehmen, wir haben auch Solo-Selbstständige, die bei uns in der Academy sind, ganz unterschiedlich. Und deswegen muss man immer gucken, wie sehr man oder wir zumindest mal auf einzelne Zielgruppen eingehen. Wir machen gerne so Branchenanalysen oder holen uns auch Interviewgäste in-house verantwortlich in unseren Podcasts aus bestimmten Branchen, um einfach mal so einen Einblick für unsere Hörer und Hörer irgendwie zu geben. Das machen wir sehr gerne, was so die Zielgruppen angeht. Und was die Nutzerintention angeht, das ist ja auch immer ein sehr großes Thema. Also wollen alle immer direkt kaufen. Ich persönlich bin so ein bisschen, finde das manchmal sehr anstrengend, wie oft immer dann der Sales Funnel genannt wird und die Sales Pipeline und so und dass der Content verkauft und so. Aber in unserem B2B-Umfeld, in dem wir jetzt sind, geht es meiner Meinung nach darum, Vertrauen zu schaffen. Und das musst du halt machen durch gute redaktionelle, informative Inhalte. Und dann melden sich die Leute dann, wenn sie das Problem haben, weil sie in dem Moment an dich denken.
Benjamin:
[10:01] Und das ist zumindest mein Ansatz. Heißt nicht, dass man auch an Call-to-Actions arbeiten kann, dass man auch überlegen kann, was schreibt man in das Formular rein und so. Also kann man auch überall dran arbeiten und du brauchst auch eine vernünftige Landingpage, wenn du eine Leistung hast. Ganz wichtig, keine Frage. Aber es geht darum, wirklich den Menschen auf der anderen Seite ernst zu nehmen, finde ich immer. Und daraus resultiert dann am Ende auch ein wirtschaftlicher Erfolg für ein Unternehmen.
Steffi:
[10:31] Ich meine, was wir natürlich auch nicht vergessen dürfen, auch nicht im B2B-Bereich, auch wenn das immer gerne im B2C-Bereich zugeordnet wird, so ein Sales-Funnel berücksichtigt halt auch nicht so die Gedanken, die sich die Leute dabei stellen oder auch diese ganze Sparte an Emotionen, die dann eben bei einem Kauf oder einer Recherche dann halt doch auch irgendwo mal aufhören.
Steffi:
[10:51] Mitlaufen können, sage ich. Und dann sieht eben so eine, ich sage jetzt mal, so eine Map oder so eine Reise, die da eine Person eben durchläuft, eben dann doch etwas chaotischer aus, als das, was wir immer gerne so idealerweise mit dem Trichter darstellen.
Benjamin:
[11:04] Das ist total erfunden. Ganz ehrlich, dieser Trichter ist erfunden. So abgesehen davon, dass ich diesen Trichtervergleich noch nie verstanden habe. Weil wenn ich was in den Trichter oben reinschütte, dann kommt ja genauso viel da unten wieder raus. Also das Bild macht auch keinen Sinn. Und wenn man sich im B2B-Umfeld umschaut, dann sind es halt ganz oft auch Teams, die da entscheiden. Da sitzen ja drei, vier, fünf Leute. Da sitzt eine Marketingmanagerin, da sitzt eine Geschäftsführung, da sitzt eine Marketingleitung, da sitzt eine Vertriebsleitung, da sitzt ein Social-Media-Manager, alle möglichen Leute, die da drin sitzen und das diskutieren. Wir hatten mal zum Beispiel einen Kunde von uns, da hat mal jemand gesagt, ja, unser Chef, der hört immer auch einen Podcast. Dann mein Kollege, der guckt euch immer die Livestreams an und ich folge euch auf LinkedIn. Da hatte jeder so seinen eigenen
Benjamin:
[11:55] Touchpoint definiert. Wieder andere sagen, ich ziehe mir auch ein Newsletter und dann gucke ich, ob was für mich dabei ist. Es ist wirklich sehr unterschiedlich und aus meiner Sicht geht es eigentlich darum, in der Content-Strategie auch diese verschiedenen Formate zu verstehen, diese Touchpoints aufzubauen und dann halt auch gut aufeinander abzustimmen. Und das ist ganz schön viel Arbeit. Und vor allen Dingen auch Gehirnschmalz, den man da reinstecken muss und sich fragen muss, ja, was machen wir denn jetzt in so einem Newsletter im Unterschied zu einem Podcast oder zu einem Blogartikel? Wie unterscheiden die sich? Wie ergänzen die sich? Und wie unterstützen die sich alle gegenseitig?
Benjamin:
[12:32] Und das sind so Dinge, ja, darüber kann ich den ganzen Tag reden und nachdenken.
Steffi:
[12:37] Ich merke es. Mal eine Frage unter uns. Welche dieser Formate nutzt du tatsächlich oder erstellst du tatsächlich am liebsten? Abgesehen davon, welcher natürlich am nützlichsten ist, hast du einen persönlichen Favoriten?
Benjamin:
[12:51] Also ich finde, wir denken ja immer an Themen. Wir haben jede Woche ein Thema. Und das fängt damit an, dass Fabian und ich uns zusammensetzen und eine Mindmap aufmachen und erstmal darüber reden, welche Probleme wir bei den Leuten sehen, die sich auch bei uns melden, welche Aufgaben da anstehen und wie wir es lösen würden. Und diese Mindmap, die ist eigentlich der Kern. Und daraus entsteht dann die Podcast-Folge, der Magazinbeitrag, der Newsletter-Artikel und die LinkedIn-Beiträge. Also es ist eigentlich so eine Kette. Und was mir persönlich Spaß macht, ist eigentlich, wenn ich aus einem Thema auch wirklich schaffe, es alles rauszuholen.
Benjamin:
[13:35] Und denn das ist ja nicht meine Hauptaufgabe. Meine Hauptaufgabe ist persönliche Beratung. Wir haben Beratungsprojekte, wo ich all diese Themen ja auch für unsere Kunden erarbeite. Und dadurch ist nicht so viel Zeit. Es ist wirklich darum, kann man da on point die Sachen herausarbeiten. Und mich persönlich freut das dann halt auch, wenn zum Beispiel ein LinkedIn-Beitrag einfach auftritt. Mich persönlich freut das, wenn ich sehe, ach guck mal, ich habe eine eigene Grafik erstellt und da meldet sich jemand drauf. Oder der Newsletter hat eine hohe Open Rate und eine gute Klickrate. Also ich gucke mir dann schon immer die Zahlen auch an. Wir diskutieren auch jede Woche über die Zahlen, weil es einem dann halt letzten Endes auch einen Eindruck vermittelt, arbeiten wir da gerade in die richtige Richtung oder haben wir uns ja jetzt gerade total verschätzt.
Steffi:
[14:27] Und dazu mal anknüpfen, vielleicht noch eine weitere Frage. Ich meine, wir haben es schon am Anfang so ein bisschen angedeutet schon. Das zählt sich auch wahrscheinlich durch die weiteren Fragen im Verlauf des Interviews auch. Aber merkt ihr tatsächlich durch diese ganzen technischen Neuerungen, dazu gehört ja auch KI, das ist ja nicht das Einzige, was im Raum war, aber das sind ja auch immer diese Algorithmen, die sich in den unterschiedlichsten
Steffi:
[14:51] Bereichen anpassen und so weiter. Oder merkt ihr da was tatsächlich auch von eurer Content-Seite auch und wie schnell passt ihr eure Strategien dahingehend danach an?
Benjamin:
[15:03] Also wir diskutieren das die ganze Zeit. Und ich glaube, das muss man auch als Content-Marketer oder als Profi, dass man sich die ganze Zeit damit auseinandersetzt, auch mit den quellenden Fragen. In unserer Academy machen wir zum Beispiel regelmäßig Workshops zu aktuellen Core-Updates und dann analysieren wir eine Stunde und diskutieren mit allen, die dabei sind. oder wir besprechen halt sowas wie First-Hand-Experience. Was bedeutet das denn eigentlich? Wie könnt ihr das umsetzen? Wie sähe denn ein Beispiel aus? Und das ist, also ich glaube da einfach nicht mehr daran, dass du einmal dir da so einen, du erarbeitest dir natürlich so ein strategisches Grundgerüst, aber da drauf kommt dann die ganze Realität. So, und jetzt als JetGPT auch wieder als Beispiel aufkam und wir dann OpenAI die Möglichkeit angeboten hat, so Custom-GPTs zu bauen, hat der Fabian, dann hat er gesagt, ey, das mache ich jetzt. Ich schließe da jetzt eine Keyword-Datenbank an. Lass mal ein eigenes SEO-Tool bauen. Das geht jetzt mit der neuen Technologie. Hat der Fabian sich hingesetzt, hat das Tool gebaut, ein Keyword-Tool, ein richtiges Keyword-Tool mit einer Datenbasis dahinter. Und das haben wir unseren Academy-Mitgliedern zur Verfügung gestellt. So, weil wir gesagt haben, da können wir KI in den Prozess integrieren. In unseren, aber auch für alle anderen.
Benjamin:
[16:17] So, und das war ja von einem, wer hat da aber vor einem Jahr noch geredet? Keiner. Also du brauchst auch diese Ressourcen, finde ich, und die Bereitschaft, dich immer wieder damit auseinanderzusetzen. Und bei unseren Kundenprojekten ist es auch so, wir entwickeln Strategien und dann sehen wir, ob es funktioniert. Und oft funktioniert es, aber eine Garantie gibt es nie. Das ist in allen so. Und dann musst du wieder nacharbeiten. Da musst du sagen, okay, das hat gut funktioniert, das hat noch nicht funktioniert, da müssen wir jetzt weitergehen, das sind die nächsten Schritte. Das ist für mich einfach gängiges Arbeiten an Content und SEO.
Steffi:
[16:52] Bin ich auch nicht anders. Deswegen habe ich da keine Ergänzung. Ich bin auch laufend den Leuten zu erklären, dass eine Content-Strategie eben eher... Ja, man hat vielleicht erst mal so ein paar Grundlagen, die du schaffen kannst, aber alles andere ergibt sich dann halt eher durch regelmäßige Audits, Messungen, was funktioniert, was nicht funktioniert und dann halt mit der einhergehenden ständigen Optimierung.
Benjamin:
[17:13] Ja, wir haben noch ein Beispiel. Wir haben jetzt zum Beispiel LinkedIn. Hat sich ja auch der Algo sehr stark verändert. Wir haben ja zwischendurch echt richtig gefrustet, dass wir mit unseren Fachinhalten nicht mehr so die Reichweite bekommen, wie vielleicht noch vorher. So, und jetzt haben wir nochmal nach einem Jahr eine Analyse gemacht und haben gemerkt, eigentlich haben wir doch relativ ähnlich doch die Reichweite gehalten. Hat sich doch mal gelohnt, auch nochmal in LinkedIn Analytics reinzugucken. Aber auch da fragst du mich natürlich auch ja wie passen wir das jetzt an oder Stichwort Video-Feed in LinkedIn, nicht so easy ich habe mir dieses Jahr zum Beispiel als persönliche Challenge vorgenommen, dass ich TikTok verstehe und habe mir einen eigenen TikTok-Channel angelegt und habe mir da jetzt auch meine ersten 1000 Follower aufgebaut und habe so richtig aber dann fängst du auch bei null an dann machst du ein Video, merkst du
Benjamin:
[18:02] 100 Views, hat irgendwie nicht so gut geklappt also dann musst du auch wieder von vorne anfangen und das, aber darüber bin ich richtig, habe ich mich zum Beispiel wieder richtig auch fachlich weiterentwickelt, weil ich nochmal gemerkt habe, ach krass, okay, das sind zum Beispiel Hooks, wie du die, die auf TikTok gut funktionieren, du kannst ja auch zum Beispiel, kannst du auch deinen Bildschirm abfilmen, ja, anstatt jetzt mit einem großen Video-Editing-Tool zu arbeiten oder so, du kannst es auch mal, du kannst da, da geht es eigentlich eher darum, ist das eine spannende Idee und kannst du das in 30 Sekunden erzählen. Das sind so Dinge, da habe ich selber auch nochmal ganz viel gelernt und das finde ich eigentlich wichtig, dass man sich diese Offenheit behält und auch die Ressourcen dafür hat und nicht ertrinkt in, ich sag mal, Daily-Business-Aufgaben, die eigentlich vielleicht gar nicht so viel bringen.
Steffi:
[18:52] Eine andere Frage, die vielleicht auch spannend ist, die du vielleicht aber
Steffi:
[18:55] auch schon so ein bisschen vorweggenommen hast. Wie geht ihr denn typischerweise vor, wenn ihr eine, ich sage jetzt mal eher SEO-Strategie, vielleicht weniger Content-Strategie für eure Kundinnen entwickelt? Gibt es da überhaupt eine typische Vorgehensweise oder sagt ihr, dass das immer, die Kunden sind so individuell, dass ihr da denen eigentlich nicht den gleichen Hut nochmal aufsetzen könnt? Wie ist das?
Benjamin:
[19:17] Also die Inhalte sind individuell, aber der Prozess ist bei uns standardisiert. Wir kommen aus einer bestimmten Denkrichtung, sag ich mal, dass wir unsere Leistung produktisiert haben. Also wir haben einen ganz festen Standard, was einfach das Vorgehen angeht, weil sich das bewährt hat. Wir sind ja keine Agentur, die dauerhaft betreut, sondern wir werden reingeholt, um Strategien zu entwickeln, die dann das Inhouse-Team selbst umsetzt.
Benjamin:
[19:46] Und dafür haben wir einen dreischrittigen Prozess. Wir machen immer am Anfang einen SEO-Audit, wo wir uns wirklich die Technik angucken. Weil wenn da irgendwas schief geht, irgendwas klappt nicht in der Indexierung, dann kannst du dir die Finger wunderschreiben als Content-Match. Und das muss geklärt werden. Und da findet der Fabian so oft Dinge, die einfach noch nicht funktionieren. Und die Technik, die Rankings, der Traffic, der Content, das gucken wir uns alles einmal an und machen darauf dann den ersten Workshop. Dann kommt der zweite Teil, das ist die Keyword-Strategie. Da entwickeln wir wirklich einen Keyword-Set und daraus dann auch einen Themenplan oder einen Redaktionsplan, wo wir sagen, ihr müsst jetzt so und so viele Seiten erstellen nach dem und dem Schema. Und das ist dann der dritte Part, das ist dann der Content. Und da komme ich dann auch sehr stark rein. Also bei den Keyword-Strategien bin ich auch viel dabei. Beim Audit habe ich auch meinen Part. Und beim Content geht es letzten Endes darum, was für einen Content brauchen wir, um zu diesen Keywords zu ranken. Und da entwickle ich immer Vorlagen und beantworte dann im Zuge dessen ganz viele Fragen auch immer in den Workshops. Ist das denn jetzt ein Artikel oder brauchen wir da zwei? Das ist so eine typische SEO-Frage.
Benjamin:
[21:00] Reicht es, wenn wir jetzt zum Beispiel Stockfotos nehmen? Nee, reicht in der Regel nicht. Wie können wir denn da unsere Zielgruppen unterbringen und gleichzeitig auch die Keywords berücksichtigen? Das sind halt sehr viele Fragen, mit denen ich mich beschäftige. Also wir haben in unserer Beratung einen sehr starken wirklich SEO-Fokus und das ist auch der Kern unserer Arbeit. Und in der Academy genauso. Wir haben ja auch sehr viele SEO-Themen, aber auch links und rechts immer auch Schritte wie Content-Distribution haben wir auch besprochen. Das sind halt Dinge, wo wir halt auch sagen, da müssen eigentlich Unternehmen auch sehr viel machen. Aber tatsächlich ist es so, das wirst du auch kennen, das ist ja die eine Sache, wo wir als Expertinnen und Experten stehen und wo dann doch viele mittelständische Unternehmen stehen. Und da ist es einfach Fakt, dass ganz viele sehr kleine Marketingabteilungen haben, die sehr viele Sachen machen, von der Website über die Messe bis zu Social Media, Ads und SEO gleichzeitig und so, dass wir auch immer gucken müssen, wo stehen die Leute jetzt und wie können die jetzt auch ein umsetzbares Paket auch an die Hand bekommen.
Steffi:
[22:07] Da müssen die Prioritäten am Ende des Tages wahrscheinlich einfach andere sein.
Benjamin:
[22:11] Ja, dann sozusagen, ja, ihr braucht LinkedIn, Newsletter, bam, bam, bam, fünf Kanäle und die Leute haben noch nicht mal eine richtige SEO- und Keyword-Strategie. Da muss man wirklich gucken, wo fängt man an und was baut man dann Stück für Stück aus?
Steffi:
[22:25] Ich glaube, das ist bei Content-Marketern und Content-Strategen, also jetzt nicht nur die freiberuflichen, auch immer so die leichte Problematik, dass man immer so in diesen Idealvorstellungen sozusagen arbeitet und zu schnell vergisst, wer am Ende sozusagen einem gegenüber sitzt. Und eher darüber auch nachdenkt, was man eben eher priorisieren sollte oder was funktioniert bei den Leuten eben schon. Content Audit finde ich dann auch auf der anderen Seite auch immer ganz wichtig, zu gucken, was haben sie eigentlich schon, was kann man darauf aufbauen. Deswegen finde ich das eigentlich ganz spannend, dass du das auch eher sehr so grundlagentechnisch siehst und die Leute auch da abholst, wo sie tatsächlich sind. Das finde ich halt einfach sehr gut.
Benjamin:
[23:02] Das eine ist so grundlagentechnisch, aber das andere ist meiner Meinung nach auch Kern der Beratung, zu sagen, das ist wichtig, das ist unwichtig. Ah, okay, ja, wir haben jetzt hier ein SEO-Plugin und da ist alles auf Rot. Das ist aber vielleicht gar nicht wichtig. Oder, ja, komisch, ein ganzer Teilbereich eurer Webseite wird nicht indexiert. Das ist wichtig. Ja, so. Und dann auch mal mit der IT zu sprechen und zu sagen, sorry, aber das ist wirklich ein Punkt, das geht so nicht. Das müsst ihr machen. Ja, und... Und Gleiches gilt dann eben auch für die Keywords für den Content. Es ist wirklich das Priorisieren ganz oft und was wir halt ganz oft sehen ist, dass die Leute ganz viel so SEO-mäßig interessiert sind und ganz viel aufsaugen, aber dann oft die Erfahrung fehlt, was ihnen jetzt wirklich in ihrer Situation hilft. Und das ist eben, wie ich vorhin auch meinte, sehr unterschiedlich, ob du ein Shop bist oder ein B2B-Unternehmen, ob du eine Bloggerin bist oder ein Blogger. Es sind immer ganz unterschiedliche Situationen und dadurch, dass wir so viele Beratungen durchführen jedes Jahr, sehen wir halt auch so viele unterschiedliche Projekte und können da halt dann auch wieder mit einer Erfahrung punkten, die man vielleicht als Inhaberin, Inhaber oder als angestellter Marketer halt dann vielleicht nicht hat.
Steffi:
[24:19] Anknüpfend daran, weil du schon hier und da von Zusammenarbeit auch gesprochen hast, es stoßen ja auch oft so, ich sag mal, Content-Ersteller und SEO-Experten aufeinander, auch innerhalb eigener Marketing-Teams auch. Hast du da irgendwelche Tipps, die die Zusammenarbeit innerhalb solcher Teams etwas leichter machen, weil die einen sprechen die Sprache, die andere die? Gibt es da irgendeinen Tipps, wo man sich vielleicht ein bisschen mehr in der Mitte treffen könnte?
Benjamin:
[24:46] Ja, also ich glaube, man muss lernen, auf Augenhöhe zusammenzuarbeiten. Ein paar von beiden Seiten. Ich war mal auf einer Content-Marketing-Konferenz und da hat vorne so ein SEO einen Vortrag gehalten. Und dann saß ein echt erfahrener Content-Marketer neben mir und hat mich so angeguckt und meinte zu mir, das sind für mich alles böhmische Dörfer.
Benjamin:
[25:03] War irgendwie richtig angenervt. Ich glaube, das hilft halt nicht weiter. Man muss sich schon auch damit auseinandersetzen, was ein SEO für Zahlen mitbringt. Da sind viele interessante Zahlen dabei, von Rankings über Traffic,
Benjamin:
[25:15] Wo man vielleicht auch mal, ja, wirklich viel lernen kann oder halt eben auch Keywords und sagen kann, okay, auf den Keywords versuche ich jetzt mal kreativ darüber nachzudenken, was wir denn damit eigentlich machen können. Und umgekehrt, die SEOs müssen auch lernen, dass die Content-Verantwortlichen nicht einfach nur irgendwelche Textlieferanten sind. So, ja, hier hast du drei Absätze, füll mal bitte aus. Das kann tatsächlich auch ChatGPT. Aber mit einem richtigen Content-Marketer, einer Content-Strategin darüber zu reden, ja, wie ist denn jetzt eigentlich die Argumentation? Was funktioniert denn hier eigentlich genau? Wann melden sich denn die Leute und was haben die eigentlich für Probleme und für Wünsche? Und wie kriegen wir das jetzt in unserem Content abgebildet? Das ist dann halt schon anspruchsvoller. Und was ich mal spannend finde, ist, dass es wirklich auch sehr viele SEOs da draußen gibt, die das auch schon längst verstanden haben und die sich auch so als interdisziplinäre Koordinatoren auch sehen, die halt auch oft zu Rate gezogen werden von ganz vielen Abteilungen, eben sei es IT, sei es Sales, sei es Marketing und die sich ja halt eben auch als Koordinatoren und Moderatorinnen verstehen. Und das ist einfach, wie wir auch zu Beginn darüber gesprochen haben, wie die Disziplinen zusammenwachsen, so müssen auch die Teams zusammenwachsen. Und was Unternehmen dafür brauchen, meiner Meinung nach, ist, dass sie Spezialisten einstellen müssen.
Benjamin:
[26:35] Du brauchst einen Paid-Spezialisten, du brauchst einen Content-Spezialisten, du brauchst eine SEO-Spezialistin. Wenn du noch nicht alle sofort abdecken kannst, okay, aber was, glaube ich, nicht funktioniert, ist, wir stellen einen Allround-Marketer ein, machen so eine ellenlange Liste in der Stellenausschreibung, wundern uns dann, warum sich keiner meldet, und kippen die einfach voll. Dann würde ich sagen, reduzieren besser und dann aber Spezialistinnen, Spezialisten einstellen oder sich eben dann die Freelancer dazu holen oder eine Agentur dazu holen, die halt bestimmte Teilbereiche betreut. Aber du brauchst eine Expertise und auf der einen Seite brauchst du die Expertise
Benjamin:
[27:13] und auf der anderen Seite diese Zusammenarbeit, von der du jetzt auch gesprochen hast.
Steffi:
[27:17] Kannst du ein Beispiel nennen, bei dem die Anpassung der SEO-Strategie oder Content-Strategie aufgrund von SEO-Daten zu signifikanten Verbesserungen geführt hat? Sei es jetzt ein Beispiel bei euch selbst, sage ich, oder bei euren Kundinnen, je nachdem.
Benjamin:
[27:32] Ja, also ich möchte jetzt irgendwie keine Namen nennen. Das finde ich irgendwie so schwierig, ohne das abgestimmt zu haben. Aber was ich halt so schildern kann, sind so Projektbeispiele. Also wir haben zum Beispiel einen Fachverlag, die sehr viel News veröffentlichen. Und da haben wir eine Evergreen-Strategie entwickelt. Haben gesagt, wonach sucht denn eigentlich eure Zielgruppe Monat für Monat abseits von News? Und arbeiten jetzt daran, im Grunde eine neue Säule aufzubauen, neben dem täglichen News-Geschäft. und auch den Traffic zu stabilisieren und auch dauerhaft auszubauen. Und wenn man dann halt sieht, okay, wir haben dann einen Fahrplan erstellt von, ich weiß nicht, 30, 50 Themen oder so und natürlich fliegt nicht jedes Thema, aber es gibt ein paar, die sind richtige Traffic-Lieferanten geworden, so, dann ist das einfach eine neue Säule und dann ist das ein Erfolg und dann sieht man auch, wie da bei den Kunden auch viele Redakteure und Redakteure da halt auch offener für werden für so ein Thema.
Benjamin:
[28:26] Das ist ein Beispiel. Oder ein anderes Beispiel, wir hatten einen großen, wir arbeiten ja auch viel mit Markenunternehmen zusammen und die haben einen großen Job und da haben wir halt einfach mal in einer Keyword-Strategie herausgefunden, dass sie eigentlich so 30 bis 50 Kategorieseiten zu wenig haben. Also die haben einfach viel zu groß die Themen betrachtet und sind dadurch nicht ins Ranking gekommen. Und dabei kann man viel spezialisiertere Kategorieseiten erstellen. Da muss man nämlich auch keine Romane draufschreiben, sondern vielleicht nur einen kurzen Kaufratgeber. Und dann muss es vor allen Dingen technisch gut aufgestellt sein und die Seiten müssen sich gut intern verlinken. Also es hat dann auch wirklich ganz andere Aspekte. Aber da haben wir auch gesehen, dass es wirklich sehr viel zum Erfolg beigetragen hat und zwar auch direkt zum Umsatz, wenn so ein Shop besser rankt.
Benjamin:
[29:12] Ein drittes Beispiel habe ich noch, da haben wir auch einen Kunde von uns aus dem Luxusbereich, die machen immer sehr technische Themen und sind sehr aufwendig und haben dann einen Glossar-Artikel erstellt und haben dann gar nicht gemerkt, dass dieser eine Glossar-Artikel international eigentlich fast überall auf Platz 1 steht. Also nicht nur in Deutschland, sondern auch in den USA, in China gab es Traffic in verschiedenen europäischen Ländern. Und dann haben wir halt gesagt, guckt mal, das ist zum Beispiel ein Format, mit dem ihr euch richtig gut SEO-Traffic aufbauen könnt. Was folgt daraus jetzt für eure nächsten Themenplanung? Wann kommen solche technischen Themen auf? Das war dann zum Beispiel, da haben Kunden nachgefragt und dann ist dieser Artikel erstellt worden. Und dann haben wir sozusagen einen Nugget gefunden und haben daraus dann wieder eine Strategie entwickelt. Und das ist halt so, so unterschiedlich ist es halt. Und bei allen drei Kunden hat es halt einfach funktioniert gut und gleichzeitig waren es ganz unterschiedliche Ansätze. So, und das ist eigentlich auch das, warum ich auch so, ja, diese Zusammenarbeit aus Content und SEO auch so mag, weil es halt so unterschiedlich ist und du dann auch immer wieder merkst, okay, jetzt haben wir das Team drin. So, jetzt klappt's und, ja, und dann darauf dann weiterarbeiten.
Steffi:
[30:28] Wird das mit der Geschichte mit dem kleinen Stück Content, aus dem also was ganz Großes wurde, fasziniert. Aber oft sind es halt eben auch diese Kleinigkeiten.
Benjamin:
[30:35] Ja, und das geht da für LinkedIn genauso. Und dann machst du ein Posting und sagst, ach guck mal, habe ich jetzt gar nicht so viel Mühe gemacht vielleicht, aber hat doch nicht total gut funktioniert. Was bedeutet das? Das ist so. Das ist meiner Meinung nach richtig Content-Marketing. Sich immer wieder auch Zahlen vorzunehmen und anhand der Zahlen dann wieder so seine Arbeit zu hinterfragen und auszurichten wieder. Da sind wir wieder beim Thema Optimierung.
Steffi:
[30:59] Und was beim Optimieren ja auch immer ganz hilfreich ist, da diskutieren viele in der Bubble, glaube ich, auch immer wieder gerne drüber. Gibt es denn bestimmte KPIs oder Metriken, die du für besonders wertvoll hältst, um den Erfolg von, ich sage jetzt mal, insgesamt solchen Strategien zu messen? Und welche sind das?
Benjamin:
[31:17] Ja, also was wir sehr viel machen, ist, wir setzen konkrete Projekte auf und dann gucken wir uns den Erfolg des jeweiligen Projektes an. Weil wenn du jetzt zum Beispiel bei einem Publisher 50 Artikel Content Hub aufsetzt, aber der produziert 1000 Artikel im Jahr oder so, sag ich jetzt mal, dann geht das ja in diesem Wust unter. Und bei Markenunternehmen hast du es auch. Da hast du teilweise Markenunternehmen, die haben eher eine irre Brandsearch, weil einfach ganz viel nach der Marke gesucht wird. Aber das heißt ja gar nicht, dass sie in SEO erfolgreich sind, weil SEO geht es ja um allgemeine generische Begriffe. Das heißt, du musst wirklich immer aufpassen mit so globalen KPIs oder globalen Metriken, sondern wir schauen uns immer sehr projektbezogen an, was klappt. Und das würde ich auch jedem empfehlen. Ich habe damals mir bei TikTok zum Beispiel gesagt, ich mache jetzt 100 Videos und danach mache ich einen Strich drunter und gucke, was ich gelernt habe. Ich habe gar nicht gesagt, ich will unbedingt so und so viel erreichen, sondern ich wollte 100 Videos produzieren und dann gucken, was ich gelernt habe.
Benjamin:
[32:18] Und man kann natürlich oder sollte auch bei so SEO-Projekten noch immer sagen, was erwarten wir uns davon, weil da fließen natürlich auch Ressourcen drauf. Die Freiheiten haben die wenigsten Unternehmen, die ich jetzt persönlich habe bei uns, weil ich halt ja auch selber den Kopf hin, wenn es nicht klappt. Aber dieses projektbezogene finde ich so wichtig. Projektbezogene KPIs definieren und dann daran arbeiten. Ganz klassisch in SEO, fast alle haben eine Google-Search-Konsole. Man kann sich auch einfach in der Google-Search-Konsole angucken, wie viel Traffic haben wir pro Jahr, also auf zwölf Monate. Und dann sagen, wie viel zum Beispiel Markentraffic ist dabei oder Non-Brand-Traffic ist dabei und wie viel wollen wir den steigern. Und dann arbeitet man, entwickelt Content und schaut sich danach dann wieder den Traffic zahlen an. Und das sind meiner Meinung nach sehr produktive Vorgehensweisen. Also du brauchst die Ziele. Das haben ja auch viele andere Interviewgäste bei dir auch gesagt. Ohne Ziele geht es nicht und du brauchst die KPIs Das macht meiner Meinung nach auch den Profi aus, dass er damit auch sachlich und produktiv mit umgeht.
Benjamin:
[33:30] Letzte Frage.
Steffi:
[33:31] Ich glaube, damit greife ich auch ein bisschen auf, was ihr in letzter Zeit auch so ein bisschen auf LinkedIn geteilt habt. Gibt es irgendwelche aktuellen SEO-Trends oder Entwicklungen, zukünftige Entwicklungen, bei denen du sagst, dass die in den nächsten Jahren jetzt vielleicht noch nicht Auswirkungen auf Content haben, aber vielleicht in naher Zukunft?
Benjamin:
[33:54] Ja, also meiner Meinung nach steht da natürlich das KI-Thema überall, aber auf eine andere Art, als es vielleicht viele sehen. Und viele sagen halt, ja, da werden die KI-Antworten in Google reinfließen. Ich weiß nicht so richtig, ob das wirklich kommen wird in der großen Masse. Sehe ich nach wie vor zurückhaltend. Also Google muss natürlich so kommunizieren, weil sie auch ein börsennotiertes Unternehmen sind. Aber was ich persönlich spannend finde, ist, wenn man mal mit einem Chat-GPT-Voice-Assistent spricht. Und das mache ich sehr gerne und das kann ich nur jedem empfehlen, weil das ist krass, wie gut die Antworten sind. Wie schnell und flüssig die Antworten kommen, wie gut die Antworten sind. Man kann eine halbe Minute sein Problem reinsprechen und bekommt darauf eine unglaublich qualifizierte Antwort. Und das heißt, Kunden werden in Zukunft noch besser informiert sein. Das wird alles noch mehr in diesem ganzen, wie wir jetzt auch schon über Dark Social reden, ja, also diese ganzen nicht trackbaren Kanäle oder so, wenn einer irgendwie was auf WhatsApp mit einem anderen empfiehlt. Das wird alles noch viel mehr zunehmen und ich glaube, Unternehmen unterschätzen es echt dramatisch, wie viel sie auch noch in ihre Content-Qualität eigentlich investieren müssen, um da sich dann auch nochmal zu unterscheiden und auch wirklich zu zeigen, dass sie es drauf haben.
Benjamin:
[35:11] Und das wird, glaube ich, so die große Challenge sein, dass Unternehmen das sehen, erkennen und damit dann auch agieren. Und bis dahin gehend auch, man kann auch mal so ein Chat-GPT-Voice-Assistenten fragen, ja, empfehlen mir mal was. Ich habe letztens gefragt, ja, ich suche ein neues Elektroauto, empfehlen mir mal was. Und dann werden halt zwei Elektroautos empfohlen. Ja, warum werden die empfohlen? Was steckt denn dahinter? Wie ist denn da der Algorithmus, wenn man so will? Wie funktioniert die KI? Warum werden dann bestimmte Hersteller empfohlen und andere nicht? Und alles, was wir bisher herausgefunden haben, ist, dass Unternehmen, die jetzt schon sehr aktiv im Content-Marketing sind, die jetzt schon sehr aktiv in SEO sind, dass die halt da auch oft genannt werden. Und das heißt, die Unternehmen, die jetzt schon daran arbeiten, die sind halt auch für die nächsten drei, fünf Jahre gut aufgestellt. Und alle, die das jetzt noch herauszögern oder auf die Bremse treten, die werden es meiner Meinung nach nach hinten heraus noch, noch viel schwieriger haben. Und was ich nur jedem empfehlen kann, ist einfach up to date zu bleiben und sich die Entwicklung mit anzugucken und mit zu verfolgen, was sich ändert und selber zu testen und auszuprobieren. Mir schön.
Steffi:
[36:24] Hat Spaß gemacht.
Benjamin:
[36:26] Ja, mir auch.
Steffi:
[36:27] Das war's für heute. Vielen Dank, dass ihr wieder reingehört habt. Ein riesiges Dankeschön an Benjamin und Daniel für die wertvollen Einblicke und die erfrischende Klarheit in der oft verkopften Welt von SEO und Content-Strategie. Ich hoffe, ihr konntet einige Impulse mitnehmen, sei es zur Frage, wie man SEO und Content endlich sinnvoll zusammenführt oder warum nachhaltige Strategien einfach besser sind als schnelle Tricks. Falls ihr jetzt neugierig geworden seid, schaut unbedingt in die Shownotes. Dort findet ihr den Link zu Benjamins und Fabians Podcast und ihrer Academy. Und natürlich, vergesst nicht, diesen Podcast zu abonnieren, damit ihr keine Episode verpasst. Wenn euch die Folge gefallen hat, lasst eine Bewertung da oder schreibt mir eure Gedanken und Fragen. Ich freue mich immer über den Austausch. Bis zum nächsten Mal. Bleibt strategisch optimiert klug und rockt eure Content-Strategie.
Benjamin:
[37:14] Content-Strategie rocks!
Music:
[37:19] Music
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