Ergänzungen, Einordnungen & Rückblicke - Content Strategy Rocks Staffel 2 Episode 10

Shownotes

In dieser Folge von „Content Strategy Rocks“ blickt Steffi auf die zweite Staffel zurück. In einer kompakten Rückblick-Episode bündelt sie die wichtigsten Learnings und Aha-Momente. Du erfährst, welche Inhalte aus der Staffel wirklich hängen bleiben, und erhältst klare Impulse, um deine eigene Content-Arbeit besser zu strukturieren. Zum Schluss gibt es einen Ausblick auf die nächste Staffel.

Und ganz nebenbei: Vielleicht ist da noch etwas auf der Tonspur ... obwohl eigentlich alles perfekt geschnitten sein müsste?

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Steffi:

[0:00] Willkommen zu einer neuen Folge von Content Strategy Rocks. Wenn du den Podcast kennst, weißt du, dass ich hier keine Trendparaden veranstalte. Ich lade Menschen ein, die Verantwortung tragen und sich mit ihrer Teildisziplin, aber auch mit Content Strategie auskennen. Wir sprechen über Content Strategie im Zusammenspiel mit anderen Disziplinen. SEO, Design, Positionierung, OKR, Nachhaltigkeit, Podcast, Text, Marke und viele weitere Themen. Und ich stelle viele Fragen. Diese Folge ist anders. Es ist die zehnte Folge dieser Staffel und damit ein guter Moment für einen Rückblick. Ich schaue auf drei besonders kuriose Momente und vier Highlights, die für mich bleiben. Keine Zusammenfassung jeder Episode. Keine Bestenliste, sondern einfach nur eine Einordnung, weil ich das einfach spannender finde. Falls du neu bist, hi, ich bin Steffi, Content-Managerin, Content-Strategin und offensichtlich Podcast-Hostin. Ich mag Klarheit, saubere Entscheidungen und inzwischen auch kleinere E-Mail-Anhänge. Letzteres ist aber ein Lernprozess. Content-Strategy rocks!

Steffi:

[1:10] Drei kuriose Momente, wenn Content plötzlich zur Kapazitätsfrage wird. In meinem Gespräch mit Anna Turner ging es um Solopreneurship und Content-Strategie. Relativ früh wurde klar, dass Strategie hier nicht mit einem Framework beginnt, sondern mit einer ehrlichen Bestandsaufnahme. Wie viel ist ein Energie ist da? Wie viel Zeit ist realistisch? Welche Kanäle sind machbar? Das Kuriose war für mich nicht das Thema. Ich bin ja selber Solopreneurin. Es war die Klarheit. Anna hat sehr ruhig beschrieben, dass achtsames Marketing nichts mit Zurückhaltung im Außen zu tun hat, sondern mit realistischen Entscheidungen im Inneren. Viele starten bei Content mit in den. In diesem Gespräch wurde mir vor allen Dingen deutlich, dass Begrenzung häufig der strategische Anfang ist. Das klingt unspektakulär. Für viele Selbstständige- oder Solopreneure ist es entlastend. Als SEO sehr menschlich wurde. In der SEO-Folge mit Benjamin und Daniel hatte ich erwartet, dass wir uns über lange Begriffe, Clustern und Rankings unterhalten.

Steffi:

[2:19] Stattdessen haben wir viel über Suchintentionen gesprochen, über Erwartungen,

Steffi:

[2:25] über das, was Menschen eigentlich lösen wollen, wenn sie etwas googeln oder einfach nur suchen. Ein Moment ist mir besonders hängen geblieben. Das Sales Funnel wurde als Metapher ziemlich nüchtern zerlegt. Halleluja. Kein dramatischer Angriff auf Marketingmodelle, einfach die Feststellung, dass die Realität komplex ist als ein Trichter oder ein Flywheel. Was ich daran wichtig finde, SEO wird leichter, wenn es nicht als isolierte Disziplin betrachtet wird. Es ist Teil der Content-Entscheidung. Für wen schreibe ich, in welcher Situation, mit welchem Ziel? Das Gespräch hat SEO enttechnisiert, wenn ich das so bezeichnen darf, und gleichzeitig für mich zumindest strategischer gemacht.

Christian:

[3:06] Hallo zusammen, Christian aus dem Schnitt hier. Ja, auch das ist eine Besonderheit bei dieser Folge. Ich werde mich ab und zu mal ganz kurz einklinken und die kleine Glocke kündigt mich dann an. Hier wollte ich nur ergänzen, auch ich fand diese Folge zu SEO erstaunlich ruhig, menschlich und untechnisch, vielleicht das falsche Wort, aber sehr strukturell und fand es sehr, sehr angenehm, SEO mal so beleuchtet zu sehen. Ist übrigens etwas, was ja auch bei anderen Highlights nochmal feststellen werden, dass ich es ganz, ganz spannend fand, welche Perspektiven in den Gesprächen zu den Themen rauskamen.

Steffi:

[3:44] Als Nachhaltigkeit plötzlich sehr konkret wurde. Mit Birgit Gündisch habe ich über Nachhaltigkeit und Content-Strategie gesprochen. Eine ziemlich wilde Kombination, oder? Das hätte theoretisch ein sehr abstraktes Gespräch werden können. Wurde es aber nicht. Wir landeten relativ schnell bei Fragen wie, welche Formate verbrauchen wie viele Ressourcen, Welche Infrastruktur läuft im Hintergrund? Welche Entscheidung treffen wir täglich, ohne sie zu hinterfragen? Ein Satz ist mir tatsächlich bis heute im Kopf geblieben. Die Umwelt als zusätzlicher Stakeholder in der Content-Strategie. Das verschiebt den Blick, finde ich. Plötzlich geht es nicht nur um Unternehmensziele und Nutzerbedürfnisse, sondern auch um Auswirkungen. Ich habe an der Stelle laut darüber nachgedacht, wie viele unnötige große E-Mail-Anhänge ich wohl schon verschickt habe. Das war halb humorvoll gemeint und gleichzeitig ernst. Nachhaltigkeit klingt oft nach Grundsatz. In diesem Gespräch wurde es eine Entscheidungsfrage für den Content-Alltag und damit auch für die Content-Strategie.

Christian:

[4:51] Ja, Christian, schon wieder aus dem Schnitt, denn bei dem Thema Nachhaltigkeit kann ich mir zwei, drei Worte einfach nicht vergleichen. Vor allem im Hinblick auf das Hauptthema der nächsten Staffel und das aktuelle Halbthema KI. Ich fand die Ideen und die Impulse aus der Folge total spannend und sinnvoll. Ich fände es nur unglaublich wichtig, wenn wir uns die Fragen auch mal bei der Nutzung von KI-Systemen stellen würden.

Steffi:

[5:18] Vier Highlights aus der Staffel. Wenn ich alle Gespräche nebeneinander lege, bleiben für mich vier Leitplanken. Highlight 1. Visuelle Klarheit ist strategische Arbeit. Im Gespräch mit Karin Postert ging es um Artdirektion und Content-Strategie. Viele Teams behandeln Gestaltung wie einen letzten Schritt.

Steffi:

[5:39] Text steht, dann kommt Design. Karin hat das sauber gedreht. Visuelle Entscheidungen transportieren Haltung. Sie beeinflussen Wiedererkennbarkeit und Orientierung. Wenn das visuelle System unklar ist, besteht im Alltag kreativer Ausnahmezustand. Jedes Asset wird wie ein Einzelstück. Das Gespräch hat mich nochmal bestätigt. Markenbild ist kein Beiwerk, es ist Teil der strategischen Klammer.

Steffi:

[6:06] Und damit, wie immer, auch ein wichtiger Teil der Content-Strategie. Audio braucht eine Rolle im System. Mit Thorsten Ising habe ich über Podcast und Content-Strategie gesprochen. mit wem auch sonst. Das war für mich als Hostin natürlich besonders spannend. Was ich aus dem Gespräch mitnehme, ein Podcast ist kein Beweis für Modernität. Er ist ein Format mit Anforderungen, Kontinuität, Ressourcen. Die entscheidende Frage lautet nicht, sollen wir auch einen Podcast haben? Sie lautet, welche Rolle spielt Audio in unserer Gesamtstrategie? Diese Perspektive entlastet und zeigt dir, dass nicht jedes Medium zu jedem Ziel passt.

Christian:

[6:49] Mini-Kommentar aus dem Schnitt. Bei keiner anderen Folge hatte ich so wenig Schnittaufwand wie bei dieser zum Thema Audio. Gut, man könnte sagen, das ist naheliegend, aber ich fand es sehr, sehr erfrischend zu erleben, dass das Gepredigte auch gelebt wird.

Steffi:

[7:10] Positionierung ist ein Filter. Im Gespräch mit Sascha Theobald ging es um Positionierung als Grundlage für Content-Strategie.

Steffi:

[7:19] Ein Punkt war sehr klar. Positionierung ist kein Absatz auf der Website. Sie ist ein Filter für Entscheidungen. Welche Themen zahlen ein? Welche Angebote sind konsistent? Welche Botschaften wiederholst du bewusst? Wenn diese Klarheit fehlt, wirkt Content beliebig. Nicht, weil er schlecht ist, sondern weil ihm der rote Faden fehlt. An dem arbeite ich übrigens gerade für mich selber. Für Teams unter Zeitdruck ist das zentral. Ein klarer Filter spart Diskussionen, Ärger und viele Säufzmomente, würde ich sagen.

Steffi:

[7:55] Struktur schlägt perfekte Formulierung. Mit Thomas Kemp habe ich über B2B-Texte gesprochen. Was mir geblieben ist, gute Texte entstehen nicht nur durch gute Sätze. Sie entstehen durch Struktur, Reihenfolge, Kontext, Verständlichkeit. Hey, das klingt fast wie ein Framework. Viele Diskussionen drehen sich um Formulierung. Das Gespräch hat deutlich gemacht, dass Wirkungen oft eine Architekturfrage sind. Welche Informationen kommen zuerst? Welche Eigenwände werden adressiert? Welche Begriffe sind Konsistenz? Und wenn du all diese drei Fragen beantworten kannst, dann bist du schon bei strategischer Textarbeit. Zwei weitere Perspektiven, die ich auch nochmal aufgreifen möchte, weil ich denke, dass sie sehr wichtig sind.

Steffi:

[8:43] Mit Christian Phil ging es um Markenkommunikation und Zusammenspiel mit Content-Strategie. Das Gespräch hat mir gezeigt und dir vielleicht auch, wie stark Marke als Leitplanke wirkt, wenn sie wirklich operationalisiert wird. Mit Maika Engelmann habe ich über UKR und Content-Strategie gesprochen. Hier wurde deutlich, wie wichtig Zielsysteme sind. Etwas, was ich auch schon immer wieder unterschätzt habe. Wenn Content nicht im Aktionismus enden soll, solltest du dir diesen Ansatz wirklich mal genauer anschauen. Kann ich nur empfehlen. Bin ich auch gerade dabei. Beide Gespräche sind mir so wichtig, weil sie eine Brücke zwischen Strategiedokument und operativer Umsetzung schlagen. Also genau das, was uns ja allen manchmal bei der Content-Strategie etwas schwerfällt. Wir haben unser schönes Dokument, aber am Ende des Tages droht es in der Schublade zu verschwinden, ist verstopft und wird nie wieder angeguckt, geschweige denn umgesetzt. Wenn dich das Thema also interessiert, hör dir diese beiden Folgen nochmal an. Einmal mit Christian Füll und einmal mit Maika Engelmann.

Christian:

[9:50] Bevor Steffi gleich den Abschluss einläutet, von meiner Seite aus dem Schnitt noch ein kleiner Kommentar. Ich hatte beim Schneiden der Gespräche sowohl bei der ersten als auch bei der zweiten Staffel unglaublich viel Spaß und konnte eine ganze Menge lernen. Von daher von meiner Seite aus danke an alle GesprächspartnerInnen und ich freue mich auf die dritte Staffel. Denn eins hat man auch gemerkt, finde ich, die Moderation und die Fragen von Steffi wurden auch immer besser. Das ist einfach auch eine Frage der Übung. Ich freue mich auf die nächste Staffel. Abonnieren lohnt sich. Mini-Werbe-Blog. Ende.

Steffi:

[10:24] Wenn ich diese zweite Staffel zusammenfasse, sehe ich ein Muster. Content-Strategie funktioniert, wenn Ziele klar sind, Zuständigkeiten geklärt sind, angrenzende Disziplinen eingebunden werden. Das betone ich besonders gerne, weil wir denken nicht oft genug daran. Und wenn Entscheidungen bewusst getroffen werden. Ich weiß, das ist jetzt kein spektakuläres Fazit, aber ich finde, es ist ein realistisches und etwas, an dem wir auch weiterarbeiten können. Content wird selten am fehlenden Ideen scheitern. Oft scheitert es einfach an unklaren Prioritäten. Wenn du bis hier gehört hast, weißt du, dass ich Rückblicke genauso mag wie saubere Redaktionspläne, man erkennt Muster und manchmal auch eigene blinde Flecken. Ich habe in dieser Staffel gelernt, dass selbst Themen wie Nachhaltigkeit oder SEO am Ende bei ganz konkreten Entscheidungen landen. Und dass ich meine E-Mail-Anhänge wirklich noch einmal überprüfen sollte. Die muss ich doch irgendwie mal kleiner kriegen. Wenn dir diese Folge gefallen hat, abonniere den Podcast, teile ihn mit Content-Strategen oder auch Leuten, die einfach nur Content machen und ihn vielleicht sogar verantworten. Und wenn du Feedback hast, schreib mir gerne. Wir hören uns in der nächsten Staffel. Da wird es um das Thema KI gehen. Seid gespannt.

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