Ergänzungen, Einordnungen & Rückblicke - Content Strategy Rocks Staffel 3 Episode 09
Shownotes
Acht Gespräche, drei Highlights, drei kuriose Fakten und zwei Learnings: Steffi zieht zum Abschluss der dritten Staffel eine persönliche Bilanz.
Das nimmst du aus dem Rückblick mit:
- KI-Suche: Warum neben Rankings und Traffic auch Markennennungen und zitierte Quellen relevant werden – und weshalb die technische Zugänglichkeit deiner Inhalte zuerst geprüft werden sollte.
- Menschliche Intelligenz: Was das MI-Siegel mit einem Bäcker zu tun hat und warum die Verantwortung für veröffentlichte Inhalte beim Menschen bleibt.
- Content Creation: Wie KI als Junior unterstützen kann, wo synthetische Personas Grenzen haben und warum eine persönliche iPod-Geschichte besonders in Erinnerung blieb.
- Bildsprache: Warum ein Logo noch kein visuelles System ergibt und die Entscheidung über Motiv, Emotion und Haltung nicht beim Bildgenerator liegen sollte.
- Positionierung: Warum unklarer Kontext zu beliebigem Output führt und wie Transkripte mehr als Zusammenfassungen liefern können.
- KI-Workflows: Weshalb automatisierte Prozesse klare Kontrollpunkte, Einblicke und Korrekturmöglichkeiten brauchen.
- KI-Kompetenz: Welche Rolle gemeinsames Lernen, Austausch und kritische Bewertung neben der Tool-Bedienung spielen.
- UX und Websites: Warum klare Navigation, verständliche Hierarchien und sinnvolle Entscheidungsschritte auch bei KI-generierten Websites wichtig bleiben.
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Transkript anzeigen
00:00:00: Content
00:00:04: Strategieworks.
00:00:08: Willkommen zur letzten Folge der dritten Staffel von Content Strategieworks.
00:00:12: Ich bin Steffi, eure Podcasthoristin und heute hab ich
00:00:15: ausnahmsweise keinen Gast dabei. Das heißt, ich kann heute niemanden
00:00:19: ins Wort fallen, außer mir selbst. Organisatorisch sollte das doch zu
00:00:23: schaffen sein. 8 Folgen liegen hinter uns. Wir haben über KI
00:00:26: Suche gesprochen, über menschliche Intelligenz, Content,
00:00:30: Bildsprache, Positionierung, Visualisierung, KI
00:00:33: Kompetenz und UX. Man könnte also sagen, wir haben das
00:00:37: Thema KI einmal quer durch den Contentalltag geschickt und
00:00:41: geschaut, was da noch noch an seinem Platz steht. Spoiler,
00:00:44: überraschend viel. Ich habe mir für diese letzte Folge
00:00:48: alle Gespräche noch einmal vorgenommen und angehört und 8 Dinge
00:00:52: herausgesucht, die für mich hängen geblieben sind. 3 Highlights,
00:00:55: 3 kuriose Fakten und 2 Learnings. Natürlich gäbe
00:00:59: es aus jeder Folge deutlich mehr mitzunehmen. Ich wollte für diesen
00:01:03: Rückblick bewusst auswählen. Was war besonders interessant? Was
00:01:06: hat eine Perspektive verschoben? Wo steckt eine Beobachtung
00:01:10: drin, die auch ein paar Monate später noch nützlich ist?
00:01:15: Hi, Christian hier aus dem Off. Ich durfte die ganzen Folgen schneiden und
00:01:19: auch nimm nachher noch ab und zu zu Wort melde schon mal vorab. Was
00:01:22: Steffi sagt, kann ich nur unterschreiben. Ich fand alle Folgen
00:01:26: superspannend und teilweise waren da auch Erkenntnisse bei, mit denen ich überhaupt
00:01:30: nicht gerechnet hatte, obwohl ich mich mit dem Thema sehr
00:01:34: beschäftige. Also lohnt sich auch noch mal in die einzelnen Folgen
00:01:38: reinzuhören. Dann lasst uns zurück
00:01:41: zum Anfang gehen. Die Staffel startete mit Thomas P-Han und der
00:01:45: Frage, was KI Suche eigentlich für Contentstrategie bedeutet.
00:01:49: Mein erstes Highlight liegt dabei weniger in 1 neuen Abkürzung,
00:01:53: von denen haben wir im Marketing schließlich auch genügt. Spannender fand ich die
00:01:57: Verschiebung bei der Erfolgsmessung. Bei klassischer Suche kennen wir
00:02:00: unsere Logik ziemlich gut. Wir schauen auf Rankings, Impressionen,
00:02:04: Klicks, Traffic und im besten Fall auf das, was dieser Traffic anschließend
00:02:07: tut. Bei KI Suche verändert sich diese Perspektive.
00:02:11: Plötzlich wird relevant, ob eine Marke oder ein Produkt überhaupt in 1
00:02:15: Antwort auftaucht, welche Quellen zitiert werden und welche anderen
00:02:18: Anbieter gemeinsam mit uns genannt werden. Sicherheit wird damit
00:02:22: stärker zu 1 Markenfrage. Dazu kam ein Punkt, den ich sehr
00:02:26: praktisch fand. Bevor wir anfangen, Content für KI Systeme zu
00:02:30: optimieren, sollten wir prüfen, ob diese Systeme unseren Content überhaupt
00:02:33: erreichen können. Hosting Einstellungen, Roboterparteien und
00:02:37: dynamisch geladene Inhalte können schon vorher dafür sorgen, dass eine Webseite
00:02:41: für bestimmte kaum zugänglich ist. Das ist eine angenehm
00:02:44: und glamouröse Erkenntnis. Man kann sehr lange über neue
00:02:48: Contentformate, Prompting und Optimierung sprechen. Wenn der Crawler vor
00:02:52: verschlossener Tür steht sozusagen, haben wir erst mal ein anderes
00:02:55: Problem. Für mich war das ein guter Einstieg in die Staffel, weil damit
00:02:59: früh klar wurde, neue Technologie hebt die alten Hausaufgaben
00:03:03: nicht auf. Sie verändert teilweise, welche davon wir zuerst
00:03:06: erledigen sollten. In Folge 2 ging es mit Christa Göte das
00:03:10: MI Siegel. Also das Siegel für menschliche Intelligenz und die
00:03:14: Frage, wie wir Qualität und Verantwortung im Umgang mit KI
00:03:18: sichtbar machen können. Der kuriose Fakt steckt direkt in der
00:03:21: Entstehungsgeschichte. Die Idee für ein Qualitätssiegel
00:03:25: begann bei einem Bäcker. Christa lief an einem Laden vorbei und
00:03:28: sah dort ein Schild mit der Aufschrift Backen mit
00:03:32: Liebe. Daraus entstand der Gedanke, dass kreative Arbeit ebenfalls
00:03:36: eine sichtbare Form für menschliche Qualität und Erfahrung gebrauchen
00:03:39: könnte. Ich mag diese Geschichte, weil sie ziemlich weit entfernt von einem
00:03:43: Strategiemeeting mit 12 Folien zur Marktarchitektur
00:03:47: beginnt. Hinter dem charmanten Ursprung steckt allerdings eine
00:03:51: sehr konkrete Haltung. Beim entscheidet die
00:03:54: Nutzung von KI allein nicht über Qualität. Relevant
00:03:58: ist, wer die Verantwortung für das Ergebnis übernimmt und wer am
00:04:02: Ende fachlich dafür einsteht. Genau deshalb fand ich Christas
00:04:05: Prinzip des letzten Wortes hilfreich. Tools können unterstützen
00:04:09: formulieren und Vorschläge liefern. Die Verantwortung für einen veröffentlichen
00:04:13: Inhalt, den man vielleicht auch mithilfe von KI generiert hat, bleibt bei
00:04:17: der Person, die ihn veröffentlicht. Das klingt selbstverständlich.
00:04:21: Bei sehr bequemem Kopie und Paste verliert diese Selbstverständlichkeit
00:04:25: gelegentlich erstaunlich schnell an Boden.
00:04:28: Ganz kurze Kommentar aus dem Off. Ich bin kein Fan von Siegeln,
00:04:32: finde die Prinzipien aber super spannend. Die
00:04:36: umzusetzen macht auf jeden Fall Sinn mit oder ohne Siegel.
00:04:42: In Folge 3 waren Andreas Behrens und Carsten Burg zu Gast.
00:04:45: Wir haben darüber gesprochen, wie sich Content Creation mit KI
00:04:49: verändert und warum ein einzelner guter Prompt noch keinen guten
00:04:53: Arbeitsprozess ergibt. Andreas hat KI im Gespräch
00:04:56: als eine Art Junior beschrieben. Dieser Junior kann recherchieren,
00:05:00: sortieren und 1. Würfel erstellen, wenn das Briefing
00:05:04: stimmt und ein echter Dialog stattfindet. Auch synthetische Personas
00:05:08: kamen zur Sprache. Damit lassen sich Inhalte aus unterschiedlichen Perspektiven
00:05:11: prüfen und vergleichen. Das kann im Arbeitsprozess ziemlich hilfreich
00:05:15: sein. Solange diese simulierten Perspektiven als das eingeordnet
00:05:19: werden, was sie sind, kürzlich oder eben simuliert. Mein
00:05:22: kurioser Fakt aus dieser Folge hat allerdings überhaupt nichts mit einem ausgefeilten
00:05:26: KI Workflow zu tun. Carsten hatte beim Aufräumen einen
00:05:30: alten iPod aus dem Jahr 2003 gefunden. Das Ding funktionierte
00:05:34: tatsächlich noch. Er machte daraus spontan einen persönlichen LinkedIn
00:05:37: Beitrag. Nach seiner Aussage wurde daraus ein sein bis dahin
00:05:41: erfolgreichster Post. Keine komplexe Automatisierung, keine
00:05:45: synthetische Persona, ein alter iPod und eine persönliche
00:05:48: Geschichte. Das ist natürlich keine allgemeingültige Content
00:05:52: Formel. Für mich zeigt die Geschichte trotzdem ziemlich gut, wo KI an Grenzen
00:05:56: kommt. Sie kann dabei helfen, eine Geschichte zu strukturieren. Sie
00:06:00: besitzt nicht die Erinnerung daran, wie es sich anfühlt, nach mehr
00:06:03: als 20 Jahren den eigenen alten iPad wiederzufinden und in den
00:06:07: Händen zu halten. Mit Simone Naumann ging es dann
00:06:11: Bildsprache. Ein Thema, das in Contentstrategien meiner Erfahrung nach
00:06:14: gern auf Farbenvorlagen und ein paar wiederkehrenden Gestaltungselementen
00:06:18: reduziert wird. Simone hat Bildsprache viel grundlegend
00:06:22: erstreben. Dazu gehört das Motiv, fotografische Gestaltungsmittel
00:06:26: sowie Emotionen und Haltung. Die zentrale Frage lautet
00:06:29: also nicht einfach, sieht das einheitlich aus? Es geht auch darum,
00:06:33: was wir zeigen, wie wir es zeigen und welche Wirkung dadurch entsteht.
00:06:37: Genau das ist mein zweites Highlight. Ein Logo auf einem Bild erzeugt
00:06:41: noch keine Bildsprache. Eine wiedererkennbare Bildsprache funktioniert über
00:06:45: ein System, das auch ohne Logo erkennbar werden kann.
00:06:49: KI kann dieses System unterstützen, wenn die Grundlagen bereits
00:06:52: definiert sind. Sie kann Varianten entwickeln, vorhanden das Material
00:06:56: analysieren oder bei kreativen Experimenten helfen.
00:07:00: Simone hat gleichzeitig einen Punkt betont, den ich wichtig finde und den
00:07:03: ich an dieser Stelle noch mal erwähnen möchte. Der Schritt des visuellen
00:07:07: Denkens sollte bei uns bleiben. Wir müssen weiterhin selbst
00:07:10: entscheiden, welches Bild zu 1 Aussage passt, welche
00:07:14: Wirkung wir erzeugen wollen und was visuell zu 1 Marke
00:07:17: gehört. Gerade weil Bildgeneratoren inzwischen schnell Ergebnisse
00:07:21: liefern, wird diese Entscheidung eher wichtig. Geschwindigkeit ersetzt
00:07:25: noch lange keine Bildidee. In Folge 5 hab ich mit Michaela
00:07:29: Benkic über KI Positionierung und Content Strategie
00:07:32: gesprochen. Mein erstes Learning aus der Staffel lässt sich ziemlich knapp
00:07:36: zusammenfassen. KI verstärkt den Kontext, den wir ihr geben.
00:07:40: Wenn meine Positionierung klar ist, kann ich diese Klarheit in die Arbeit mit KI
00:07:44: einbringen. Wenn ich selbst kaum benennen kann, wofür ich stehe, wenn ich
00:07:48: erreichen möchte und warum mein Angebot relevant ist, wird
00:07:51: auch der Output schnell beliebig. Das fand ich vor allem deshalb wichtig,
00:07:55: weil KI gern als Abkürzung zur Sichtbarkeit diskutiert wird. Mehr
00:07:59: Content lässt sich damit relativ schnell produzieren, klar. Die interessantere
00:08:03: Frage lautet aber, ob dieser Content eine klare Richtung hat.
00:08:07: Spoiler, nö, hat er nicht. Sehr praktisch fand ich Michaelas
00:08:11: Beispiel mit Transkripten. Ein aufgezeichnetes und natürlich
00:08:14: vorher abgestimmtes Kundengespräch kann nach der Transkription
00:08:18: deutlich mehr liefern als nur eine Zusammenfassung. Darauf lassen sich
00:08:22: Aufgaben für die nächste Session ableiten, offene Punkte
00:08:25: erkennen, Formulierungen von Kundinnen und Kunden herausfiltern oder
00:08:29: Fragen an die eigene Gesprächsführung stellen. Das verändert für mich die
00:08:33: Perspektive auf Effizienz. Zweitsparen ist eine mögliche
00:08:37: Wirkung. Spannender wird KI dort, wo das vorhandene Material
00:08:40: gründlicher ausgewertet werden kann und dadurch bessere
00:08:44: Entscheidungen vorbereitet werden. Ich mein, dass Du sie am Ende treffen musst,
00:08:48: ist hoffentlich klar. Das kann dir KI nicht abnehmen. Genau
00:08:51: daran knüpfte die nächste Folge ziemlich gut an. Sandra Stefan
00:08:55: arbeitet als visuelle Stratekin und nutzt KI unter anderem,
00:08:58: große Mengen an Input zu analysieren, zu filtern und zu sortieren. Bei
00:09:02: 1 Visualisierung liegen häufig Dokumente, Gesprächsprotokolle und
00:09:06: unterschiedliche Ideen gleichzeitig aufm Tisch. KI kann
00:09:10: daraus sehr schnell eine 1. Struktur bauen. Sandranend das
00:09:13: sinngemäß ein Gerüst. Die Bedeutung muss anschließend
00:09:17: weiterhin eingeordnet werden. Ein System kann Muster erkennen,
00:09:20: es kennt den Kontext 1 Kundengesprächs nur aus den Informationen,
00:09:24: die ihn zur Verfügung stellen. Da ist auch wichtig zu wissen, dass man das bei
00:09:28: der KI dementsprechend einstellen muss als Rahmen oder Grenzen, weil
00:09:32: sie ansonsten über den Rahmen hinüber malt. Mein zweites Learning
00:09:36: hängt deshalb an einem Begriff aus dieser Folge, Überprüfungsmüdigkeit.
00:09:41: KI Antworten wirken häufig sehr sauber und plausibel. Genau das
00:09:44: macht es leicht, sich irgendwann weniger gründlicher zu prüfen. Je
00:09:48: stärker wir Prozesse automatisieren, desto klarer sollten deshalb auch die
00:09:52: Stellen definiert sein, an denen wir prüfen, eingreifen und
00:09:55: hinschreiben. Sandra arbeitet bereits mit spezialisierten
00:09:59: Agenten für unterschiedliche Aufgaben und behält gleichzeitig
00:10:03: die Möglichkeit, den Prozess einzusehen und zu korrigieren. Das
00:10:06: find ich als Denkmodell hilfreich. Ein professioneller KI
00:10:10: Workflow besteht für mich deswegen damit nicht allein aus möglichst vielen
00:10:14: automatisierten Schritten. Er braucht ebenso klare Kontrollpunkte
00:10:18: und Verantwortlichkeiten. Ein
00:10:21: Hinweis von mir, ich nutz ja auch schon viele KI Agenten
00:10:25: und sehe immer wieder, dass die Menschen vergessen, die Zeit für die
00:10:28: Kontrolle, die Überprüfung und die Arbeit mit den Ergebnissen einzuplanen.
00:10:33: Denn hier gilt das, was wir in der anderen Folge vorher auch schon gehört haben,
00:10:36: auch 'n Agent liefert mir nur einen Entwurf, mit dem ich dann
00:10:39: weiterarbeiten muss. Und das muss ich eben auch
00:10:43: einplanen. In Folge 7 ging es mit
00:10:46: Carolin Berger Kuhn zum KI Campus und damit stärker in
00:10:50: Richtung Lerncommunity und KI Kompetenz. Mein
00:10:54: drittes Highlight ist die Rolle der Gemeinschaft beim Lernen. Beim
00:10:57: KI Campus gibt es unter anderem Open Think Tanks und digitale
00:11:01: Austauschformate. Dort geht es auch die Frage, was bei der Arbeit
00:11:05: mit KI weniger gut funktioniert hat und wie Ergebnisse
00:11:08: wissenschaftlich eingeordnet werden können. Ein Beispiel fand ich
00:11:12: dabei besonders interessant. Studierende haben mithilfe 1 gemeinsam
00:11:15: entwickelten Proms und 1 KI Tools darüber reflektiert, wie
00:11:19: sie für ein wünschenswertes Studium der Zukunft aussehen könnte.
00:11:23: Die daraus entstandenen Szenarien wurden anschließend wieder in die gemeinsame
00:11:27: Arbeit eingebracht. Damit wird KI Kompetenz für mich deutlich breiter
00:11:31: als die Fähigkeit, ein Tool bedienen zu können. Es geht Fragen,
00:11:35: Einordnen, Austausch und kritische Bewertung.
00:11:39: Geplant beziehungsweise entwickelt werden im KI Campus
00:11:42: außerdem Lernassistenten, die selbst Lernphasen unterstützen
00:11:46: können. Gleichzeitig bleiben andere Lernphasen und der Austausch mit
00:11:49: Menschen Teil des Konzepts. Das passt für mich gut zum Rest der
00:11:53: Staffel. Unterstützung wird interessanter, wenn vorher klar ist, welche
00:11:56: Aufgabe sie im gesamten Prozess übernehmen soll. Die
00:12:00: 8. Folge führte uns schließlich zu UX Website Strategie und
00:12:04: Design. Und da konnt ich mit keinem anderen, außer mit
00:12:07: Beate Oettel reden, weil das für mich irgendwie ein No Brainer war.
00:12:11: Ich hatte mit ihr darüber gesprochen, wie schnell vermeintliche Designprobleme
00:12:15: eigentlich zur Struktur, Positionierung oder Texten führen.
00:12:19: Ein wichtiger Begriff dabei war kognitive Load. Je
00:12:23: komplexer eine Aufgabe für Nutzerinnen und Nutzer wird, desto stärker
00:12:26: müssen Informationen strukturiert und Entscheidungen sinnvoll
00:12:30: aufgeteilt werden. Gerade bei Formularen Konfiguratoren
00:12:34: oder komplexen Angeboten macht diese Reihenfolge einen spürbaren
00:12:38: Unterschied. Mein kurioser Fakt aus dieser Folge ist ziemlich unspektakulär
00:12:42: und gerade deshalb passend und 1 meiner Favoriten
00:12:45: überhaupt. Ich hatte kurz vor unserem Gespräch wieder in Steve
00:12:49: Krux gelesen, einem UX Klassiker,
00:12:53: der schon einige Jahre auf dem Buckel hat und den auch Beate Eppel
00:12:56: übrigens in der Folge empfohlen hat.
00:13:00: Viele Grundgedanken daraus sind im Zeitalter k I generierter
00:13:03: Websites weiterhin erstaunlich aktuell. Klare Navigation,
00:13:07: verständliche Hierarchien, wenige Entscheidungen
00:13:11: gleichzeitig, eindeutige Handlungsaufforderung. KI kann
00:13:14: heute innerhalb kurzer Zeit etwas produzieren, das wie eine fertige
00:13:18: Website aussieht. Beate hat dazu einen wichtigen Punkt gemacht. Wir
00:13:22: sollten dieses Ergebnis korrekt einordnen. Ein ansprechendes
00:13:26: visuelles Ergebnis ist noch keine strategisch durchdachte Website.
00:13:30: Vielleicht ist genau das ein ganz gutes Ende für unsere
00:13:34: 8 Gespräche. Technik verändert sich schnell. Menschen müssen
00:13:38: Websites immer noch verstehen können. Wenn ich diese Staffel
00:13:41: jetzt mit etwas Abstand betrachte, zieht sich eine Frage durch fast
00:13:45: alle Gespräche. Was wollen wir eigentlich an KI abgeben?
00:13:49: Recherche können wir teilweise abgeben, Sortierung ebenfalls.
00:13:53: Varianten, 1. Entwürfe, Analysen und bestimmte
00:13:57: repetitive Aufgaben lassen sich gut unterstützen. Die Entscheidung
00:14:01: über Relevanz, Qualität, Kontext und Wirkung bleibt eine eigene
00:14:04: Aufgabe. Gleichzeitig wäre es zu einfach, daraus ein Plädoyer
00:14:08: für mehr menschliches Denken zu machen. Kaiv verändert unsere Arbeit
00:14:12: bereits sehr konkret. Sie verändert, wie wir's wie
00:14:16: wir Sichtbarkeit messen. Sie verändert Produktionsprozesse,
00:14:19: beispielsweise meine eigenen. Sie verändert die Möglichkeiten für visuelle Arbeit,
00:14:23: Positionierung, Lernen und Websites. Damit verändert sich auch
00:14:27: die Anforderung an Content Strategie, find ich. Wir müssen genauer
00:14:31: definieren, welche Aufgabe ein Tool im Prozess übernimmt,
00:14:34: welche Daten und welcher Kontext dafür nötig sind, wie
00:14:38: Ergebnisse geprüft werden und wer am Ende entscheidet. Das klingt,
00:14:42: wie alles andere auch, ich weiß, weniger spektakulär als die
00:14:45: Vorstellung, dass ein Traum plötzlich die komplette Contentarbeit erledigt. Für
00:14:49: den Alltag ist es wahrscheinlich die nützlichere Frage.
00:14:53: Damit sind wir am Ende der Staffel von Content Travidry Rocks
00:14:57: angekommen. Achtgespräche, ziemlich viele Perspektiven auf auf
00:15:01: KI und erfreulich viele Gründe, das eigene Gehirn weiterhin im
00:15:05: Arbeitsprozess zu behalten. Bitte tut mir den Gefallen. Danke
00:15:08: an Thomas Peha, Christa Göte, Andreas Behrens,
00:15:12: Karsten Bolk, Simone Normann, Michaela Benkic, Sandra
00:15:15: Stefan, Karline Berger Konen und Beate Ettel für Ihre Zeit,
00:15:19: Ihre Erfahrung und die vielen sehr unterschiedlichen Blickwinkel.
00:15:23: Danke natürlich auch fürs Zuhören und mein Cutter, der
00:15:27: diese ganzen Episoden mal wieder schneiden musste. Wenn ihr eine
00:15:31: Folge verpasst habt oder nach diesem Rückblick noch einmal tiefer in ein Thema
00:15:35: einsteigen wollt, findet ihr alle Gespräche im Podcastfeed.
00:15:40: Ich werd mir auf jeden Fall noch mal ausgewählte Folgen in Ruhe anhören, denn ich
00:15:44: hätte son paar Favoriten, die ich zwei-, dreimal gehört habe
00:15:48: schon und bei denen ich mir ständig Notizen mache. Und die lohnt sich auch
00:15:51: immer wieder. Vielleicht auch 'n Ansatz für euch, Sucht euch eure
00:15:55: Favoriten raus und nehmt Zeit, die noch mal zu hören.
00:15:59: Danke für eure Aufmerksamkeit. Mir hat viel Spaß gemacht, das zu schneiden.
00:16:04: Ich bin Steffi und das war Staffel 3 von Content Security
00:16:07: Box. Und jetzt bespäß ich erst mal die 8 Podcast Tabs
00:16:11: und mache für einen kurzen Moment etwas analoges Kaffee trinken
00:16:15: und darüber überlegen, wie ich diesen Podcast fortführen
00:16:18: will. Auch dazu freu ich mich auf Feedback von dir.
00:16:22: Bis bald, Content Strategie Rocks.
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