Ergänzungen, Einordnungen & Rückblicke - Content Strategy Rocks Staffel 3 Episode 09

Shownotes

Acht Gespräche, drei Highlights, drei kuriose Fakten und zwei Learnings: Steffi zieht zum Abschluss der dritten Staffel eine persönliche Bilanz.

Das nimmst du aus dem Rückblick mit:
- KI-Suche: Warum neben Rankings und Traffic auch Markennennungen und zitierte Quellen relevant werden – und weshalb die technische Zugänglichkeit deiner Inhalte zuerst geprüft werden sollte.
- Menschliche Intelligenz: Was das MI-Siegel mit einem Bäcker zu tun hat und warum die Verantwortung für veröffentlichte Inhalte beim Menschen bleibt.
- Content Creation: Wie KI als Junior unterstützen kann, wo synthetische Personas Grenzen haben und warum eine persönliche iPod-Geschichte besonders in Erinnerung blieb.
- Bildsprache: Warum ein Logo noch kein visuelles System ergibt und die Entscheidung über Motiv, Emotion und Haltung nicht beim Bildgenerator liegen sollte.
- Positionierung: Warum unklarer Kontext zu beliebigem Output führt und wie Transkripte mehr als Zusammenfassungen liefern können.
- KI-Workflows: Weshalb automatisierte Prozesse klare Kontrollpunkte, Einblicke und Korrekturmöglichkeiten brauchen.
- KI-Kompetenz: Welche Rolle gemeinsames Lernen, Austausch und kritische Bewertung neben der Tool-Bedienung spielen.
- UX und Websites: Warum klare Navigation, verständliche Hierarchien und sinnvolle Entscheidungsschritte auch bei KI-generierten Websites wichtig bleiben.

Du möchtest einzelne Themen vertiefen? Alle acht Gespräche findest du bei Podigee, Apple Podcast & Co.

Transkript anzeigen

00:00:00: Content

00:00:04: Strategieworks.

00:00:08: Willkommen zur letzten Folge der dritten Staffel von Content Strategieworks.

00:00:12: Ich bin Steffi, eure Podcasthoristin und heute hab ich

00:00:15: ausnahmsweise keinen Gast dabei. Das heißt, ich kann heute niemanden

00:00:19: ins Wort fallen, außer mir selbst. Organisatorisch sollte das doch zu

00:00:23: schaffen sein. 8 Folgen liegen hinter uns. Wir haben über KI

00:00:26: Suche gesprochen, über menschliche Intelligenz, Content,

00:00:30: Bildsprache, Positionierung, Visualisierung, KI

00:00:33: Kompetenz und UX. Man könnte also sagen, wir haben das

00:00:37: Thema KI einmal quer durch den Contentalltag geschickt und

00:00:41: geschaut, was da noch noch an seinem Platz steht. Spoiler,

00:00:44: überraschend viel. Ich habe mir für diese letzte Folge

00:00:48: alle Gespräche noch einmal vorgenommen und angehört und 8 Dinge

00:00:52: herausgesucht, die für mich hängen geblieben sind. 3 Highlights,

00:00:55: 3 kuriose Fakten und 2 Learnings. Natürlich gäbe

00:00:59: es aus jeder Folge deutlich mehr mitzunehmen. Ich wollte für diesen

00:01:03: Rückblick bewusst auswählen. Was war besonders interessant? Was

00:01:06: hat eine Perspektive verschoben? Wo steckt eine Beobachtung

00:01:10: drin, die auch ein paar Monate später noch nützlich ist?

00:01:15: Hi, Christian hier aus dem Off. Ich durfte die ganzen Folgen schneiden und

00:01:19: auch nimm nachher noch ab und zu zu Wort melde schon mal vorab. Was

00:01:22: Steffi sagt, kann ich nur unterschreiben. Ich fand alle Folgen

00:01:26: superspannend und teilweise waren da auch Erkenntnisse bei, mit denen ich überhaupt

00:01:30: nicht gerechnet hatte, obwohl ich mich mit dem Thema sehr

00:01:34: beschäftige. Also lohnt sich auch noch mal in die einzelnen Folgen

00:01:38: reinzuhören. Dann lasst uns zurück

00:01:41: zum Anfang gehen. Die Staffel startete mit Thomas P-Han und der

00:01:45: Frage, was KI Suche eigentlich für Contentstrategie bedeutet.

00:01:49: Mein erstes Highlight liegt dabei weniger in 1 neuen Abkürzung,

00:01:53: von denen haben wir im Marketing schließlich auch genügt. Spannender fand ich die

00:01:57: Verschiebung bei der Erfolgsmessung. Bei klassischer Suche kennen wir

00:02:00: unsere Logik ziemlich gut. Wir schauen auf Rankings, Impressionen,

00:02:04: Klicks, Traffic und im besten Fall auf das, was dieser Traffic anschließend

00:02:07: tut. Bei KI Suche verändert sich diese Perspektive.

00:02:11: Plötzlich wird relevant, ob eine Marke oder ein Produkt überhaupt in 1

00:02:15: Antwort auftaucht, welche Quellen zitiert werden und welche anderen

00:02:18: Anbieter gemeinsam mit uns genannt werden. Sicherheit wird damit

00:02:22: stärker zu 1 Markenfrage. Dazu kam ein Punkt, den ich sehr

00:02:26: praktisch fand. Bevor wir anfangen, Content für KI Systeme zu

00:02:30: optimieren, sollten wir prüfen, ob diese Systeme unseren Content überhaupt

00:02:33: erreichen können. Hosting Einstellungen, Roboterparteien und

00:02:37: dynamisch geladene Inhalte können schon vorher dafür sorgen, dass eine Webseite

00:02:41: für bestimmte kaum zugänglich ist. Das ist eine angenehm

00:02:44: und glamouröse Erkenntnis. Man kann sehr lange über neue

00:02:48: Contentformate, Prompting und Optimierung sprechen. Wenn der Crawler vor

00:02:52: verschlossener Tür steht sozusagen, haben wir erst mal ein anderes

00:02:55: Problem. Für mich war das ein guter Einstieg in die Staffel, weil damit

00:02:59: früh klar wurde, neue Technologie hebt die alten Hausaufgaben

00:03:03: nicht auf. Sie verändert teilweise, welche davon wir zuerst

00:03:06: erledigen sollten. In Folge 2 ging es mit Christa Göte das

00:03:10: MI Siegel. Also das Siegel für menschliche Intelligenz und die

00:03:14: Frage, wie wir Qualität und Verantwortung im Umgang mit KI

00:03:18: sichtbar machen können. Der kuriose Fakt steckt direkt in der

00:03:21: Entstehungsgeschichte. Die Idee für ein Qualitätssiegel

00:03:25: begann bei einem Bäcker. Christa lief an einem Laden vorbei und

00:03:28: sah dort ein Schild mit der Aufschrift Backen mit

00:03:32: Liebe. Daraus entstand der Gedanke, dass kreative Arbeit ebenfalls

00:03:36: eine sichtbare Form für menschliche Qualität und Erfahrung gebrauchen

00:03:39: könnte. Ich mag diese Geschichte, weil sie ziemlich weit entfernt von einem

00:03:43: Strategiemeeting mit 12 Folien zur Marktarchitektur

00:03:47: beginnt. Hinter dem charmanten Ursprung steckt allerdings eine

00:03:51: sehr konkrete Haltung. Beim entscheidet die

00:03:54: Nutzung von KI allein nicht über Qualität. Relevant

00:03:58: ist, wer die Verantwortung für das Ergebnis übernimmt und wer am

00:04:02: Ende fachlich dafür einsteht. Genau deshalb fand ich Christas

00:04:05: Prinzip des letzten Wortes hilfreich. Tools können unterstützen

00:04:09: formulieren und Vorschläge liefern. Die Verantwortung für einen veröffentlichen

00:04:13: Inhalt, den man vielleicht auch mithilfe von KI generiert hat, bleibt bei

00:04:17: der Person, die ihn veröffentlicht. Das klingt selbstverständlich.

00:04:21: Bei sehr bequemem Kopie und Paste verliert diese Selbstverständlichkeit

00:04:25: gelegentlich erstaunlich schnell an Boden.

00:04:28: Ganz kurze Kommentar aus dem Off. Ich bin kein Fan von Siegeln,

00:04:32: finde die Prinzipien aber super spannend. Die

00:04:36: umzusetzen macht auf jeden Fall Sinn mit oder ohne Siegel.

00:04:42: In Folge 3 waren Andreas Behrens und Carsten Burg zu Gast.

00:04:45: Wir haben darüber gesprochen, wie sich Content Creation mit KI

00:04:49: verändert und warum ein einzelner guter Prompt noch keinen guten

00:04:53: Arbeitsprozess ergibt. Andreas hat KI im Gespräch

00:04:56: als eine Art Junior beschrieben. Dieser Junior kann recherchieren,

00:05:00: sortieren und 1. Würfel erstellen, wenn das Briefing

00:05:04: stimmt und ein echter Dialog stattfindet. Auch synthetische Personas

00:05:08: kamen zur Sprache. Damit lassen sich Inhalte aus unterschiedlichen Perspektiven

00:05:11: prüfen und vergleichen. Das kann im Arbeitsprozess ziemlich hilfreich

00:05:15: sein. Solange diese simulierten Perspektiven als das eingeordnet

00:05:19: werden, was sie sind, kürzlich oder eben simuliert. Mein

00:05:22: kurioser Fakt aus dieser Folge hat allerdings überhaupt nichts mit einem ausgefeilten

00:05:26: KI Workflow zu tun. Carsten hatte beim Aufräumen einen

00:05:30: alten iPod aus dem Jahr 2003 gefunden. Das Ding funktionierte

00:05:34: tatsächlich noch. Er machte daraus spontan einen persönlichen LinkedIn

00:05:37: Beitrag. Nach seiner Aussage wurde daraus ein sein bis dahin

00:05:41: erfolgreichster Post. Keine komplexe Automatisierung, keine

00:05:45: synthetische Persona, ein alter iPod und eine persönliche

00:05:48: Geschichte. Das ist natürlich keine allgemeingültige Content

00:05:52: Formel. Für mich zeigt die Geschichte trotzdem ziemlich gut, wo KI an Grenzen

00:05:56: kommt. Sie kann dabei helfen, eine Geschichte zu strukturieren. Sie

00:06:00: besitzt nicht die Erinnerung daran, wie es sich anfühlt, nach mehr

00:06:03: als 20 Jahren den eigenen alten iPad wiederzufinden und in den

00:06:07: Händen zu halten. Mit Simone Naumann ging es dann

00:06:11: Bildsprache. Ein Thema, das in Contentstrategien meiner Erfahrung nach

00:06:14: gern auf Farbenvorlagen und ein paar wiederkehrenden Gestaltungselementen

00:06:18: reduziert wird. Simone hat Bildsprache viel grundlegend

00:06:22: erstreben. Dazu gehört das Motiv, fotografische Gestaltungsmittel

00:06:26: sowie Emotionen und Haltung. Die zentrale Frage lautet

00:06:29: also nicht einfach, sieht das einheitlich aus? Es geht auch darum,

00:06:33: was wir zeigen, wie wir es zeigen und welche Wirkung dadurch entsteht.

00:06:37: Genau das ist mein zweites Highlight. Ein Logo auf einem Bild erzeugt

00:06:41: noch keine Bildsprache. Eine wiedererkennbare Bildsprache funktioniert über

00:06:45: ein System, das auch ohne Logo erkennbar werden kann.

00:06:49: KI kann dieses System unterstützen, wenn die Grundlagen bereits

00:06:52: definiert sind. Sie kann Varianten entwickeln, vorhanden das Material

00:06:56: analysieren oder bei kreativen Experimenten helfen.

00:07:00: Simone hat gleichzeitig einen Punkt betont, den ich wichtig finde und den

00:07:03: ich an dieser Stelle noch mal erwähnen möchte. Der Schritt des visuellen

00:07:07: Denkens sollte bei uns bleiben. Wir müssen weiterhin selbst

00:07:10: entscheiden, welches Bild zu 1 Aussage passt, welche

00:07:14: Wirkung wir erzeugen wollen und was visuell zu 1 Marke

00:07:17: gehört. Gerade weil Bildgeneratoren inzwischen schnell Ergebnisse

00:07:21: liefern, wird diese Entscheidung eher wichtig. Geschwindigkeit ersetzt

00:07:25: noch lange keine Bildidee. In Folge 5 hab ich mit Michaela

00:07:29: Benkic über KI Positionierung und Content Strategie

00:07:32: gesprochen. Mein erstes Learning aus der Staffel lässt sich ziemlich knapp

00:07:36: zusammenfassen. KI verstärkt den Kontext, den wir ihr geben.

00:07:40: Wenn meine Positionierung klar ist, kann ich diese Klarheit in die Arbeit mit KI

00:07:44: einbringen. Wenn ich selbst kaum benennen kann, wofür ich stehe, wenn ich

00:07:48: erreichen möchte und warum mein Angebot relevant ist, wird

00:07:51: auch der Output schnell beliebig. Das fand ich vor allem deshalb wichtig,

00:07:55: weil KI gern als Abkürzung zur Sichtbarkeit diskutiert wird. Mehr

00:07:59: Content lässt sich damit relativ schnell produzieren, klar. Die interessantere

00:08:03: Frage lautet aber, ob dieser Content eine klare Richtung hat.

00:08:07: Spoiler, nö, hat er nicht. Sehr praktisch fand ich Michaelas

00:08:11: Beispiel mit Transkripten. Ein aufgezeichnetes und natürlich

00:08:14: vorher abgestimmtes Kundengespräch kann nach der Transkription

00:08:18: deutlich mehr liefern als nur eine Zusammenfassung. Darauf lassen sich

00:08:22: Aufgaben für die nächste Session ableiten, offene Punkte

00:08:25: erkennen, Formulierungen von Kundinnen und Kunden herausfiltern oder

00:08:29: Fragen an die eigene Gesprächsführung stellen. Das verändert für mich die

00:08:33: Perspektive auf Effizienz. Zweitsparen ist eine mögliche

00:08:37: Wirkung. Spannender wird KI dort, wo das vorhandene Material

00:08:40: gründlicher ausgewertet werden kann und dadurch bessere

00:08:44: Entscheidungen vorbereitet werden. Ich mein, dass Du sie am Ende treffen musst,

00:08:48: ist hoffentlich klar. Das kann dir KI nicht abnehmen. Genau

00:08:51: daran knüpfte die nächste Folge ziemlich gut an. Sandra Stefan

00:08:55: arbeitet als visuelle Stratekin und nutzt KI unter anderem,

00:08:58: große Mengen an Input zu analysieren, zu filtern und zu sortieren. Bei

00:09:02: 1 Visualisierung liegen häufig Dokumente, Gesprächsprotokolle und

00:09:06: unterschiedliche Ideen gleichzeitig aufm Tisch. KI kann

00:09:10: daraus sehr schnell eine 1. Struktur bauen. Sandranend das

00:09:13: sinngemäß ein Gerüst. Die Bedeutung muss anschließend

00:09:17: weiterhin eingeordnet werden. Ein System kann Muster erkennen,

00:09:20: es kennt den Kontext 1 Kundengesprächs nur aus den Informationen,

00:09:24: die ihn zur Verfügung stellen. Da ist auch wichtig zu wissen, dass man das bei

00:09:28: der KI dementsprechend einstellen muss als Rahmen oder Grenzen, weil

00:09:32: sie ansonsten über den Rahmen hinüber malt. Mein zweites Learning

00:09:36: hängt deshalb an einem Begriff aus dieser Folge, Überprüfungsmüdigkeit.

00:09:41: KI Antworten wirken häufig sehr sauber und plausibel. Genau das

00:09:44: macht es leicht, sich irgendwann weniger gründlicher zu prüfen. Je

00:09:48: stärker wir Prozesse automatisieren, desto klarer sollten deshalb auch die

00:09:52: Stellen definiert sein, an denen wir prüfen, eingreifen und

00:09:55: hinschreiben. Sandra arbeitet bereits mit spezialisierten

00:09:59: Agenten für unterschiedliche Aufgaben und behält gleichzeitig

00:10:03: die Möglichkeit, den Prozess einzusehen und zu korrigieren. Das

00:10:06: find ich als Denkmodell hilfreich. Ein professioneller KI

00:10:10: Workflow besteht für mich deswegen damit nicht allein aus möglichst vielen

00:10:14: automatisierten Schritten. Er braucht ebenso klare Kontrollpunkte

00:10:18: und Verantwortlichkeiten. Ein

00:10:21: Hinweis von mir, ich nutz ja auch schon viele KI Agenten

00:10:25: und sehe immer wieder, dass die Menschen vergessen, die Zeit für die

00:10:28: Kontrolle, die Überprüfung und die Arbeit mit den Ergebnissen einzuplanen.

00:10:33: Denn hier gilt das, was wir in der anderen Folge vorher auch schon gehört haben,

00:10:36: auch 'n Agent liefert mir nur einen Entwurf, mit dem ich dann

00:10:39: weiterarbeiten muss. Und das muss ich eben auch

00:10:43: einplanen. In Folge 7 ging es mit

00:10:46: Carolin Berger Kuhn zum KI Campus und damit stärker in

00:10:50: Richtung Lerncommunity und KI Kompetenz. Mein

00:10:54: drittes Highlight ist die Rolle der Gemeinschaft beim Lernen. Beim

00:10:57: KI Campus gibt es unter anderem Open Think Tanks und digitale

00:11:01: Austauschformate. Dort geht es auch die Frage, was bei der Arbeit

00:11:05: mit KI weniger gut funktioniert hat und wie Ergebnisse

00:11:08: wissenschaftlich eingeordnet werden können. Ein Beispiel fand ich

00:11:12: dabei besonders interessant. Studierende haben mithilfe 1 gemeinsam

00:11:15: entwickelten Proms und 1 KI Tools darüber reflektiert, wie

00:11:19: sie für ein wünschenswertes Studium der Zukunft aussehen könnte.

00:11:23: Die daraus entstandenen Szenarien wurden anschließend wieder in die gemeinsame

00:11:27: Arbeit eingebracht. Damit wird KI Kompetenz für mich deutlich breiter

00:11:31: als die Fähigkeit, ein Tool bedienen zu können. Es geht Fragen,

00:11:35: Einordnen, Austausch und kritische Bewertung.

00:11:39: Geplant beziehungsweise entwickelt werden im KI Campus

00:11:42: außerdem Lernassistenten, die selbst Lernphasen unterstützen

00:11:46: können. Gleichzeitig bleiben andere Lernphasen und der Austausch mit

00:11:49: Menschen Teil des Konzepts. Das passt für mich gut zum Rest der

00:11:53: Staffel. Unterstützung wird interessanter, wenn vorher klar ist, welche

00:11:56: Aufgabe sie im gesamten Prozess übernehmen soll. Die

00:12:00: 8. Folge führte uns schließlich zu UX Website Strategie und

00:12:04: Design. Und da konnt ich mit keinem anderen, außer mit

00:12:07: Beate Oettel reden, weil das für mich irgendwie ein No Brainer war.

00:12:11: Ich hatte mit ihr darüber gesprochen, wie schnell vermeintliche Designprobleme

00:12:15: eigentlich zur Struktur, Positionierung oder Texten führen.

00:12:19: Ein wichtiger Begriff dabei war kognitive Load. Je

00:12:23: komplexer eine Aufgabe für Nutzerinnen und Nutzer wird, desto stärker

00:12:26: müssen Informationen strukturiert und Entscheidungen sinnvoll

00:12:30: aufgeteilt werden. Gerade bei Formularen Konfiguratoren

00:12:34: oder komplexen Angeboten macht diese Reihenfolge einen spürbaren

00:12:38: Unterschied. Mein kurioser Fakt aus dieser Folge ist ziemlich unspektakulär

00:12:42: und gerade deshalb passend und 1 meiner Favoriten

00:12:45: überhaupt. Ich hatte kurz vor unserem Gespräch wieder in Steve

00:12:49: Krux gelesen, einem UX Klassiker,

00:12:53: der schon einige Jahre auf dem Buckel hat und den auch Beate Eppel

00:12:56: übrigens in der Folge empfohlen hat.

00:13:00: Viele Grundgedanken daraus sind im Zeitalter k I generierter

00:13:03: Websites weiterhin erstaunlich aktuell. Klare Navigation,

00:13:07: verständliche Hierarchien, wenige Entscheidungen

00:13:11: gleichzeitig, eindeutige Handlungsaufforderung. KI kann

00:13:14: heute innerhalb kurzer Zeit etwas produzieren, das wie eine fertige

00:13:18: Website aussieht. Beate hat dazu einen wichtigen Punkt gemacht. Wir

00:13:22: sollten dieses Ergebnis korrekt einordnen. Ein ansprechendes

00:13:26: visuelles Ergebnis ist noch keine strategisch durchdachte Website.

00:13:30: Vielleicht ist genau das ein ganz gutes Ende für unsere

00:13:34: 8 Gespräche. Technik verändert sich schnell. Menschen müssen

00:13:38: Websites immer noch verstehen können. Wenn ich diese Staffel

00:13:41: jetzt mit etwas Abstand betrachte, zieht sich eine Frage durch fast

00:13:45: alle Gespräche. Was wollen wir eigentlich an KI abgeben?

00:13:49: Recherche können wir teilweise abgeben, Sortierung ebenfalls.

00:13:53: Varianten, 1. Entwürfe, Analysen und bestimmte

00:13:57: repetitive Aufgaben lassen sich gut unterstützen. Die Entscheidung

00:14:01: über Relevanz, Qualität, Kontext und Wirkung bleibt eine eigene

00:14:04: Aufgabe. Gleichzeitig wäre es zu einfach, daraus ein Plädoyer

00:14:08: für mehr menschliches Denken zu machen. Kaiv verändert unsere Arbeit

00:14:12: bereits sehr konkret. Sie verändert, wie wir's wie

00:14:16: wir Sichtbarkeit messen. Sie verändert Produktionsprozesse,

00:14:19: beispielsweise meine eigenen. Sie verändert die Möglichkeiten für visuelle Arbeit,

00:14:23: Positionierung, Lernen und Websites. Damit verändert sich auch

00:14:27: die Anforderung an Content Strategie, find ich. Wir müssen genauer

00:14:31: definieren, welche Aufgabe ein Tool im Prozess übernimmt,

00:14:34: welche Daten und welcher Kontext dafür nötig sind, wie

00:14:38: Ergebnisse geprüft werden und wer am Ende entscheidet. Das klingt,

00:14:42: wie alles andere auch, ich weiß, weniger spektakulär als die

00:14:45: Vorstellung, dass ein Traum plötzlich die komplette Contentarbeit erledigt. Für

00:14:49: den Alltag ist es wahrscheinlich die nützlichere Frage.

00:14:53: Damit sind wir am Ende der Staffel von Content Travidry Rocks

00:14:57: angekommen. Achtgespräche, ziemlich viele Perspektiven auf auf

00:15:01: KI und erfreulich viele Gründe, das eigene Gehirn weiterhin im

00:15:05: Arbeitsprozess zu behalten. Bitte tut mir den Gefallen. Danke

00:15:08: an Thomas Peha, Christa Göte, Andreas Behrens,

00:15:12: Karsten Bolk, Simone Normann, Michaela Benkic, Sandra

00:15:15: Stefan, Karline Berger Konen und Beate Ettel für Ihre Zeit,

00:15:19: Ihre Erfahrung und die vielen sehr unterschiedlichen Blickwinkel.

00:15:23: Danke natürlich auch fürs Zuhören und mein Cutter, der

00:15:27: diese ganzen Episoden mal wieder schneiden musste. Wenn ihr eine

00:15:31: Folge verpasst habt oder nach diesem Rückblick noch einmal tiefer in ein Thema

00:15:35: einsteigen wollt, findet ihr alle Gespräche im Podcastfeed.

00:15:40: Ich werd mir auf jeden Fall noch mal ausgewählte Folgen in Ruhe anhören, denn ich

00:15:44: hätte son paar Favoriten, die ich zwei-, dreimal gehört habe

00:15:48: schon und bei denen ich mir ständig Notizen mache. Und die lohnt sich auch

00:15:51: immer wieder. Vielleicht auch 'n Ansatz für euch, Sucht euch eure

00:15:55: Favoriten raus und nehmt Zeit, die noch mal zu hören.

00:15:59: Danke für eure Aufmerksamkeit. Mir hat viel Spaß gemacht, das zu schneiden.

00:16:04: Ich bin Steffi und das war Staffel 3 von Content Security

00:16:07: Box. Und jetzt bespäß ich erst mal die 8 Podcast Tabs

00:16:11: und mache für einen kurzen Moment etwas analoges Kaffee trinken

00:16:15: und darüber überlegen, wie ich diesen Podcast fortführen

00:16:18: will. Auch dazu freu ich mich auf Feedback von dir.

00:16:22: Bis bald, Content Strategie Rocks.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.